Die dritte Untersuchung (U3) des Babys steht an! Inzwischen sind seit der Geburt 4 bis 5 Wochen vergangen und als frisch gebackene Mami hattest Du nun etwas Zeit, Dich auf Deine neue Rolle einzustellen. Auch Dein Nachwuchs konnte sich ein wenig an das Leben außerhalb der Gebärmutter und an sein neues Zuhause gewöhnen. Steht die U3 an, macht Dein Kind vermutlich die erste Erfahrung mit dem Besuch beim Kinderarzt.
Ein besonderes Augenmerk
wird der Arzt bei der U3 auf Gewicht und Ernährungszustand des
Kindes legen sowie einige Fragen zur Verdauung und dem Essverhalten des
Kindes stellen.
Bei der körperlichen Untersuchung werden bei der U3
vor allem der neurologische Entwicklungsstand, die Reflexe und das
Hör- und Sehvermögen getestet. Ein Sehtest wird in den ersten
Lebenswochen mittlerweile standardmäßig durchgeführt, da
viele Fehlsichtigkeiten, die unbehandelt zur
Erblindung führen könnten, bei Babys oft noch zu korrigieren sind.
Ein gesundes Kind sollte in der 4. bis 5. Lebenswoche
folgende Punkte beherrschen:
Eine Lichtquelle mit den Augen
seitwärts verfolgen
Auf Worte der Mutter reagieren
Blickkontakt bereits kurz halten
können
Auf Glockenschlag reagieren
In Rückenlage einem bewegten
Gegenstand mit dem Kopf folgen
Den Kopf in Bauchlage 10 Sekunden
lang heben können
Andere Laute als Schreien
beherrschen
Im Sitzen den Kopf unsicher
balancieren können
Rassel kurze Zeit festhalten
können
Ein wichtiger Teil der 3.
Früherkennungsuntersuchung ist auch ein
Ultraschall beider
Hüftgelenke. Mögliche Fehlstellungen der Hüftgelenke können bei
Babys durch vorübergehendes Tragen eines Spreizhöschens oder
breites Wickeln häufig noch gut ausgeglichen werden.
Der Arzt wird Dich über
die Notwendigkeit von Impfungen informieren und mit Dir besprechen,
ob vielleicht schon ein Termin für die
erste empfohlene Impfung ab
der 9. Lebenswoche ausgemacht werden soll. Es handelt sich um eine
Kombi-Impfung gegen Tetanus, Diphterie, Kinderlähmung, Keuchhusten,
Hepatitis B, Haemophilus influenzae Typ b und Pneumokokken. Möchtest Du Dein Kind erst später oder nicht gegen alle Krankheiten impfen
lassen, solltest Du das ebenfalls mit dem Arzt besprechen.
Außerdem erhältst Du
Informationen zur richtigen Ernährung, Vorbeugung eines plötzlichen Säuglingstodes und Unfallverhütung.
Für Dich als Mutter
bietet sich bei dem Termin zudem die Gelegenheit, mögliche Probleme
anzusprechen. Hast Du
Probleme mit dem Stillen, fühlst Dich überfordert oder bist in irgendeiner Weise verunsichert, kannst Du Dir Rat
holen. Du kannst dabei auch erfahren, bei welchen Stellen, etwa Mütterzentren, zusätzliche Unterstützung möglich ist.[BS]