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Tipps gegen Wutausbrüche der Eltern in der Trotzphase

Trotzphase
Kind, hör doch endlich auf!

Trotzanfälle und Wutausbrüche des Kindes in der Trotzphase – insbesonder an öffentlichen Orten – sind sehr belastend und können für Eltern frustrierend und manchmal auch demütigend sein. Man muss sich jedoch, wenn man irgendeinen Erfolg beim Disziplinieren erreichen will, selbst auch beherrschen und die eigenen Wutausbrüche bremsen können. Dazu sollte man sich, bevor man die eigene Geduld und Beherrschung verliert, bewusst machen, welche Veränderungen man in sich fühlt . Das können Gefühle und Situationen sein wie: "mir wird plötzlich sehr heiß", "mein Herz schlägt schneller", "ich kriege kaum noch Luft", "meine Handoberflächen schwitzen", "ich knirsche mit meinen Zähnen" oder "mein Puls geht in die Höhe".



Sind uns diese Signale bewusst, können wir auch in der Trotzphase des Kindes unsere eigenen Wutausbrüche vermeiden. Denn ein Kind darf weder gedemütigt, geschlagen, beleidigt oder beschimpft werden. Unser Sprössling kopiert uns auch während der Erziehung zur Disziplin. Wie wollen wir einem ungeschliffenen Kind Selbstbeherrschung beibringen, wenn wir es selbst nicht schaffen?

Wenn wir merken, dass wir die Beherrschung verlieren, distanzieren wir uns lieber kurzzeitig vom Kind und gönnen uns eine kurze „Auszeit“. Falls das Kind heult, oder sich in Gefahr bringen könnte, kann man es für diese Zeit in den Laufstall oder in das Bettchen stellen. Nach wenigen Minuten des Durchatmens sind wir viel leichter wieder Herr der Lage.

Ein Kind sollte liebevoll gelenkt und gesteuert werden – auch in Sachen Disziplin. Wenn es lernt, dass das was die Eltern sagen, auch so passiert, wird es die Eltern respektieren und auch für ihre Berechenbarkeit lieben. Das trägt selbst zur Erziehung im Teenager-Alter viel bei, wenn es um die Verletzung, bzw. um das Übersteigen der Grenzen geht, die von den Eltern gestellt werden.

Kurz gesagt:

Bewusste und liebevolle Disziplin ruiniert nicht die liebevolle und verständnisvolle Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Ganz im Gegenteil: sie wird dadurch nur mehr befestigt.


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Kommentare

1

PS: Und ich merke, dass unsere Konflikte ganz allgemein eine positive Wirkung auf seine \"Antenne\" haben, auf seine Empathie. Ich finde diese Konflikte daher auch wichtig, und ein zeitweiliges verlieren der Geduld der Eltern ist mein er Meinung nach wichtig, um auch die Eltern-Kind-Konflikte zu trainieren, um eine gute \"Streit-kultur\" zu entwickeln. Alles mit Maß und Ziel, klar. Aber zu wenig Konflikt ist und ewig duldsame entspannte Eltern sind, denke ich, auch nicht gut.

von BLE09 am 12.03.2012 10:07

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Also ich bin keine Übermutti, und mein Kind bekommt mit, wenn ich genervt bin- wenn man schon den 3. Bus versäumt, weil er sich nicht anziehen lassen will, sich mit Wasser übergießt, etc... verlier ich schon mal die Beherrschung. Klar, es wird nicht geschlagen, aber ich werde laut, meine Handhabung verliert an Zärtlichkeit, und alles wird hektisch und, naja, "lieb" bin ich dann nicht mehr. Im Bus hab ich mich dann bei meinem Kleinen entschuldigt und gemeint "Es tut mir so leid, ich war so genervt." Und mein Kleiner grinst mich breit an und sagt "Ja, schon, aber jetzt ist Mama wieder gesund." Er hat inzwischen eine gute Antenne, wann er gut trotzen kann, und wann er eher spuren muss - die Worte "eilig, versäumen, genervt" sind ihm sehr vertraut. Ich versuche keinen Stress aufkommen zu lassen, lass ihm alle Freiheiten beim selber anziehen, bei seinem Tempo dabei, der Auswahl der Kleidungsstücke.... aber manchmal geht das nicht.

von BLE09 am 12.03.2012 10:03

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Mein Sohn wird im Juli 2 Jahre alt und es ist momentan sehr anstrengend mit ihm. Er zickt sehr schnell rum, wenn er etwas nicht alleine machen darf oder es nicht nach seiner \"Mütze\" geht. Jetzt gerade im Urlaub in einem Restaurant gehabt, mir war das echt unangenehm, weil er dann auch sehr laut schreien kann... Da hilft oft auch kein liebes Zureden oder ähnliches mehr. Ich mache ihm dann kurz und leise klar, dass das nicht in Ordnung ist und lenke ihn dann ab. Mal dauert es kurz, mal stehe ich auch mit ihm auf und laufe kurz ein paar Schritte mit ihm. Aber insgesamt empfinde ich es momentan schon als anstrengend. Aber dafür sind wir ja Mütter, wir sind dann ja letztendlich doch so stark, dass wir es immer wieder schaffen. :-)

von zaubermaus84 am 08.06.2011 22:59

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Hallo, ich bin Mutter von 3 Kindern( 8, 7 u.2 Jahre). Mein jüngster Zwerg, hatte gerade heute einen Wutanfall bzw. Trotzphase, und das direkt vor dem Einkaufscenter. Oh wie peinlich. Ich reagiere da großartig nicht drauf. Es bringt auch nichts, weil er sich so darauf versteift. Ich versuche es zu ignorieren. Nehm ihn zu mir auf den Arm oder tue ihn in den Kinderwagen, je nach dem, und lass ihn solange rumzicken bis er fertig ist. Bis jetzt hat das ganz gut geklappt.

von Gabith77 am 30.09.2010 21:55


quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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