Die in den USA und in vielen europäischen Ländern bekannte Buchautorin Tracy Hogg stellt in ihrem Bestseller-Buch "The secrets of the baby whisperer for toddlers" 12 grundsätzliche Empfehlungen zur Disziplin in der Trotzphase vor. Sie erwähnt dabei auch andere praktische Tricks zur Vermeidung von schlechten Gewohnheiten und Wutausbrüchen. Des Weiteren empfiehlt und erläutert sie den respektvollen Weg, sich rechtzeitig einzumischen und dem Kind die berühmte "Auszeit" zu verordnen.
Ihre dritte und vierte Empfehlungen beziehen sich darauf, dass Eltern die Kontrolle über bestimmte Situationen übernehmen müssen.3) Die Geschehnisse sollten Sie steuern und nicht Ihr Kind.
Viele Eltern sagen über ihre Kinder in der Trotzphase Dinge wie "Mein Sohn lässt mich nicht aus dem Zimmer gehen, solange er noch wach ist" oder "Sie lässt sich nicht in ihren Hochstuhl setzen", "Sascha will auf der Straße nicht bei mir bleiben". Und genau diese Gedanken kommuniziert man unbewusst auch seinem Kind. Sie zeigen ihm ziemlich eindeutig: "Ich bin der Chef hier, Mama macht was ich will." Eigentlich sollten die Eltern die Grenzen setzen und nicht ihre Kinder. Dazu gehört auch, dass sie ihre Denkweise umstellen. Es ist beispielsweise nicht zwangsläufig schlimm, wenn Kinder in einem gut geheizten Raum für längere Zeit nackt herumlaufen wollen, weil sie keine Lust haben angezogen zu werden. In dem Fall darf man ihrem Willen eine Weile nachgeben. Doch wenn es darum geht, zum Spielplatz zu gehen, das Kind sich aber nicht anziehen will, muss es auch die Konsequenzen dafür tragen. Hilft also kein Trick der Welt mehr, geht es eben nicht zum Spielplatz.4) Wann immer es geht, planen Sie im Voraus und vermeiden Sie Situationen von denen Sie wissen, dass sie heikel werden können.
Kleine Kinder denken noch nicht so abstrakt, dass sie immer verstehen können, warum wir etwas nicht erlauben. Deshalb sollten wir in der Trotzphase die Situationen, die problematisch werden könnten, möglichst vermeiden.
Wir sollten Situationen vermeiden, in denen es von etwas zu viel gibt: zu viele Menschen, zu laut, zu warm, zu langes Warten, zu Furcht erregend oder zu ermüdend. Nicht vergessen: Oft ist es nicht das Temperament, sondern die Umgebung, die ein Kind zum Ausflippen bringt!
Die Persönlichkeit und das Temperament spielen in der Trotzphase aber auch eine große Rolle. Immer, wenn man eine Aktivität plant, sollte man durchdenken wie das eigene Kind eigentlich tickt und wie es in der geplanten Situation wohl reagieren könnte. Wenn es ein Zappelphilipp ist, sollte man ihn nicht in den Porzellanladen mitnehmen, wenn es schüchtern ist, sollte man keinen Spielkameraden aussuchen, der unbändig ist.
Wir sollten auch daran denken, was sonst noch auf unserer Tagesplanung steht. Holen wir die Kinder sowieso spät vom Kindergarten ab, müssen wir noch Einkäufe machen, obwohl gerade die schlimmste Stauzeit ist. In diesem Fall lassen wir das Einkaufen lieber sein oder machen schon vor der Arbeit die nötigsten Besorgungen - ansonsten kann das Abenteuer mit hungrigen und müden Kindern im Supermarkt oder im Auto leicht zu einem Desaster werden.
Früher oder später kommt jedes Kleinkind in die so genannte Trotzphase. In dieser Zeit braucht man besonders viel Geduld und Geschick, um mit dem trotzenden Kind richtig umzugehen. Trotzanfälle, Wutausbrüche und Toben kommen oft aus heiterem Himmel und gehören fast schon zum Alltag. Eltern fühlen sich in der Trotzphase oft überfordert und wissen nicht mehr weiter. In unserem eXtra geben wir Tipps für den Umgang mit dem tobenden Zwerg.
Die 12 Empfehlungen, die Eltern von tobenden Zwergen in der Trotzpase zugute kommen, lauten wie folgt*:
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*Quelle: Tracy Hogg und Melinda Blau:„The secrets of the baby whisperer for toddlers“