Dem trotzenden Kind geschlossene Wahlmöglichkeiten anbieten

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Soll dich Papa oder Mama ins Bett bringen?
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Soll dich Papa oder Mama ins Bett bringen?

In der Trotzphase sollte man dem Kind Fragen, die zu Diskussionen führen besser nicht stellen. Dazu gehören die Fragen die mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten sind.

Wird die Frage vom trotzenden Kind plötzlich und unerwartet mit "Nein" beantwortet, wird es auf seine Antwort auch bestehen, und schon entsteht eine mühsame Diskussion.

Empfehlungen von Tracy Hogg

Die in den USA und in vielen europäischen Ländern bekannte Buchautorin Tracy Hogg stellt in ihrem Bestseller-Buch "The secrets of the baby whisperer for toddlers" 12 grundsätzliche Empfehlungen zur Disziplin in der Trotzphase vor. Sie erwähnt dabei auch andere praktische Tricks zur Vermeidung von schlechten Gewohnheiten und Wutausbrüchen. Des Weiteren empfiehlt und erläutert sie den respektvollen Weg, sich rechtzeitig einzumischen. In Ihrer siebten Empfehlung rät sie:

7) Bieten Sie Ihrem Kind geschlossene Wahlmöglichkeiten an.

Ein Kleinkind gehorcht in der Trotzphase viel eher, wenn es Wahlmöglichkeiten hat. Dadurch hat es das Gefühl, mitreden und mitentscheiden zu dürfen. Anstatt unser Kind vor vollendete Tatsachen oder fertige Entscheidungen zu stellen, sollten wir ihm das Gefühl geben, dass es Ereignisse mitsteuern darf.

Man sollte also in der Trotzphase unbedingt geschlossene Wahlmöglichkeiten anbieten, so dass die Antwort etwas Konkretes sein kann und nicht bloß ein "Ja" oder "Nein". Wichtig ist dabei, dass wir nur zwei Wahlmöglichkeiten anbieten – kleine Kinder sind in so einer ohnehin durch Spannungen geladenen Situation leicht überfordert und somit frustriert. Die Alternativen sollten tatsächlich bestehende Alternativen sein, die wir uns vorher in Gedanken überlegt und in Worte gefasst haben.

Beispiel: Falls wir die Frage "Können wir jetzt endlich aufäumen?" stellen, riskieren wir eventuell, dass das Kind einfach nur "Nein" antwortet, und schon fängt die gut bekannte Diskussion an. Fragen wir statt dessen lieber so: "Sollten wir die Bauklötze oder die Autos zuerst aufräumen?" – dann denkt das Kind vielleicht gar nicht mehr ans Protestieren, da es jetzt mit der Entscheidung beschäftigt ist, die es treffen muss.

Lesetipp: Zum Thema Trotzphase lies auch unsere Artikel:
  • Nein sagen in der Trotzphase - wie mache ich es richtig?
  • Erziehung in der Trotzphase - falsches Verhalten korrigieren, richtiges loben
  • .

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    Die 12 Empfehlungen, die Eltern von tobenden Zwergen in der Trotzpase zugute kommen, lauten wie folgt*:

    1. Eltern sollten ihre eigenen Grenzen kennen (lernen) und ihre eigenen Regeln, die sie für wichtig halten, für sich selbst festlegen.
    2. Eltern sollten genau in sich hineinschauen, damit sie sehen, was sie mit ihrem eigenen Verhalten ihrem Kind vorzeigen und unbewusst beibringen.
    3. Die Geschehnisse sollten die Eltern steuern und nicht ihr Kind.
    4. Wann immer es geht, sollten Eltern bereits im Voraus planen und Situationen vermeiden, von denen sie wissen, dass sie heikel werden könnten.
    5. Eltern sollten die Dinge auch mal aus dem Blickwinkel ihres Kindes heraus betrachten.
    6. Eltern sollten sich genau überlegen, worüber sie eine Diskussion zulassen möchten.
    7. Eltern sollten ihrem Kind geschlossene Wahlmöglichkeiten (z.B. grüner oder blauer Ball) anbieten.
    8. Eltern sollten keine Angst haben "NEIN" zu sagen.
    9. Bei unerwünschtem Verhalten und unerlaubten Aktionen des Kindes sollten Eltern sofort handeln – am besten noch bevor es passiert.
    10. Richtiges Verhalten sollten die Eltern stets belohnen, das falsche ignorieren oder korrigieren.
    11. Eltern sollten keine körperliche Gewalt ausüben.
    12. Eltern sollten daran denken, dass Nachgeben nicht gleich lieb haben bedeutet - und umgekehrt.

    -------------------------------------------------------

    *Quelle: Tracy Hogg und Melinda Blau:„The secrets of the baby whisperer for toddlers“

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    8. Eltern sollten keine Angst haben "NEIN" zu sagen.
    9. Bei unerwünschtem Verhalten und unerlaubten Aktionen des Kindes sollten Eltern sofort handeln – am besten noch bevor es passiert.
    10. Richtiges Verhalten sollten die Eltern stets belohnen, das falsche ignorieren oder korrigieren.
    11. Eltern sollten keine körperliche Gewalt ausüben.
    12. Eltern sollten daran denken, dass Nachgeben nicht gleich lieb haben bedeutet - und umgekehrt.

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    *Quelle: Tracy Hogg und Melinda Blau:„The secrets of the baby whisperer for toddlers“

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