Totaler Muttermundverschluss

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Damit das Baby bleibt, wo es hingehört.
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Damit das Baby bleibt, wo es hingehört.

Hat ein Paar bereits zwei oder mehr späte Fehl- bzw. sehr frühe Frühgeburten durchmachen müssen, ist die nächste Schwangerschaft oft mit besonders großer Angst und Sorge verbunden.

Viele schrecken nach dem Verlust auch davor zurück eine erneute Schwangerschaft zu wagen. In solchen Fällen kann das Verfahren des totalen Muttermundverschlusses eine Möglichkeit sein doch noch ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Die Erfolgsquote von cirka 80 Prozent mit der in Deutschland dieser Eingriff durchgeführt wird, spricht jedenfalls dafür.

Was genau versteht man unter Muttermundverschluss

Der Totale Muttermundverschluss ist ein operativer Eingriff, bei dem der Gebärmuttermund durch Zunähen und dadurch bedingtes Zuwachsen vollständig verschlossen wird, womit ein Aufsteigen von Keimen aus der Scheide in die Gebärmutter verhindert wird. Der Muttermundverschluss sollte relativ früh erfolgen, um die Erfolgschancen auf eine dauerhafte Schwangerschaft zu erhöhen.

Wann findet der Eingriff statt?

Da vor der zwölften vollendeten Schwangerschaftswoche (12.SSW) oft andere Gründe als Scheideninfektionen oder Muttermundschwäche überwiegen, zum Beispiel wenn der Fötus aufgrund eines genetischen Schadens nicht lebensfähig ist, wird der Eingriff zwischen der vollendeten 12. und der 16. SSW durchgeführt, bevor es zu anatomischen Veränderungen am Gebärmutterhals kommt. Hier spricht man dann vom Frühen Totalen Muttermundverschluss. Später, beim sogenannten Späten Muttermundverschluss sinken die Erfolgschancen wieder.

Wie wird eine Cerclage durchgeführt?

Vor der OP wird die Scheide erst einmal gründlich desinfiziert, nicht ohne vorher genau zu untersuchen, ob vielleicht bereits eine Infektion vorliegt. Manchmal wird der Schwangeren zusätzlich während der Operation ein Antibiotikum verabreicht. Zwar hört sich das Prozedere etwas gewöhnungsbedürftig an, wird der Verschluss allerdings von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt, besteht in der Regel kein Risiko für ernsthafte Gefährdungen.

Natürlich ist der Muttermundverschluss aber ein operativer Eingriff, bei dem es bei der Mutter zu einer etwas stärkeren Narbenbildung am Muttermund als nach einer normal verlaufenden Schwangerschaft und Geburt kommen kann.

Einen Spezialisten aufsuchen

Hierbei empfiehlt es sich daher auch längere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, um einen Spezialisten aufzusuchen, da der Eingriff nicht in jeder Klinik durchgeführt wird. Die Patientin kann in Vollnarkose oder mittels einer Peridural-Anästhesie schmerzfrei operiert werden. Der OP-Verlauf sieht vor, dass nach vorsichtigem Entfernen der Gewebeoberfläche, der Muttermund in mehreren Schichten zugenäht wird. Je nach Risiko verbringt die Schwangere dann noch einige Tage zur Überwachung in der Klinik. Bis die Wunde komplett verheilt ist, sollte auf Sex verzichtet werden. Ansonsten sollten alle Routineuntersuchungen der Schwangerschaftsvorsorge auch weiterhin eingehalten werden.

Die Geburt findet normal statt

Setzen die Wehen ein oder ist die 37. Schwangerschaftswoche erreicht, wird die Narbe am Muttermund mittels eines kleinen Schnitts ambulant und in lokaler Betäubung geöffnet. Die Geburt selber kann auf normalem Weg erfolgen, dies wird sogar empfohlen, da sich so der Gebärmutterhals öffnet, was die spätere Rückbildung begünstigt. Auch einer erneuten Schwangerschaft steht nichts im Wege, wobei man dann wieder einen Muttermundverschluss durchführen lassen sollte. So haben mittlerweile Frauen mehrere Schwangerschaften nacheinander mithilfe des Muttermundverschlusses ausgetragen.

Leider lässt sich jedoch nicht in jedem Fall eine Fehl- oder Frühgeburt durch den Muttermundverschluss verhindern, beispielsweise wenn eine vorzeitige Lösung des Mutterkuchens oder eine schwere Schwangerschaftsvergiftung vorliegt, bei denen das Baby vorzeitig entbunden werden muss.

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