Ob Bio Produkte oder Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft, die Tiefkühlung bleibt immer dieselbe. Aber die dafür verwendeten Zutaten differieren. Denn biologische Produkte unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Produkten aus konventioneller Landwirtschaft. Nicht nur die Haltung der Tiere oder der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unterliegen in der biologischen Landwirtschaft anderen Vorschriften, auch die Verarbeitung ist im biologischen Landbau eine andere.
Verarbeitete biologische Lebensmittel:
Bei der Herstellung von biologischen Nahrungsmitteln dürfen die meisten Konservierungsmittel, künstliche Aromen und Süßstoffe nicht verwendet werden. Diese genau aufzuführen, würde hier den Rahmen sprengen. In biologischen Produkten kommen meist gesundheitlich völlig unbedenkliche Zuckeralkohole als Zuckerersatz zum Einsatz, die Aromen sind natürlich hergestellt und Konservierungsmittel im altbekannten Sinne werden nicht verwendet. Dennoch können auch biologische Lebensmittel durch einen hohen Anteil an fetten und süßen Inhaltsstoffen weniger gesund sein.
Unverarbeitete biologische Lebensmittel:
Obst, Gemüse oder Fleisch aus biologischer Landwirtschaft ist weniger mit Pestiziden oder Antibiotikas belastet als konventionelle Lebensmittel. Bezüglich der Inhaltsstoffe gibt es wenige Unterschiede. Lediglich der Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen in Obst und Gemüse sowie die Menge an konjugierten Fettsäuren in der Milch und im Fleisch ist bei biologischen Produkten besser.
Im Überblick: Vorteile von biologischen Lebensmitteln
1. Durch biologische Landwirtschaft wird die Erhaltung der Naturkreisläufe geschützt.
2. Die Tierhaltung ist artgerecht: zum Beispiel mehr Auslauf und Bewegung für die Tiere.
3. Biologisch angebaute Lebensmittel enthalten mehr gesundheitsfördernde Substanzen, wie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (in Obst und Gemüse) und konjugierte Fettsäuren (in Fleisch und Milch).
4. Verarbeitete Produkte aus biologischem Anbau enthalten keine Süßstoffe, Konservierungsmittel im üblichen Sinne und künstliche Aromen.
5. Biologische Lebensmittel sind weniger mit Pestiziden (Pflanzenschutzmittel) belastet. Pestizide sind fettlösliche Stoffe, die im Fettgewebe gespeichert werden und bei einem Gewichtsverlust (etwa bei Schwangerschaftsübelkeit oder in der Stillzeit) ins Blut und in die Muttermilch übergehen. Da die Symptome einer langjährigen Pestizidbelastung unspezifisch sind, konnte bis heute die Bedrohung der menschlichen Gesundheit durch Pestizide nicht belegt werden. In Tierversuchen führte eine Belastung des Körpers mit Pestiziden zu Fruchtbarkeitsproblemen, Störungen im Nervensystem, Verhaltensstörungen, Allergien und Immunschwächen.
Besonders pestizidbelastet sind Obst und Gemüse (Beeren, Paprika, Obst aus Mittelamerika/Afrika, Trauben). Auch wenn die Werte der Pestizidbelastung meist unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen, so kann beim Verzehr einer größeren Menge die Gesundheit sensitiver Personen dennoch darunter leiden. Vor allem Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere, Stillende und Kinder sollten auf eine geringe Pestizidbelastung achten.
Anmerkung: Fast alle Zutaten, die für ein gefrorenes Bioprodukt verwendet werden, müssen aus biologischer Landwirtschaft sein. Maximal 5 Prozent des Produktes dürfen aus konventioneller Landwirtschaft stammen.