Tattoos in der Schwangerschaft

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Bauchtattoos überstehen eine Schwangerschaft nicht immer unbeschadet
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Bauchtattoos überstehen eine Schwangerschaft nicht immer unbeschadet

Ein gut gestochenes Tattoo ist eine bleibende, individuelle Verzierung des menschlichen Körpers, die viele Menschen aus gutem Grund reizvoll finden.

Tattoos sind heute so beliebt wie nie und vielleicht hast Du selbst bereits irgendwo ein Bild auf Deinem Körper. Wenn nicht, spielst Du womöglich schon länger mit dem Gedanken, Dir eines stechen zu lassen. Doch nachdem Du Dich endlich getraut und einen Termin in einem Studio gemacht hast, stellst Du fest, dass Du schwanger bist. Ist dies der Fall, dann solltest Du die Sitzung auf jeden Fall bis nach der Schwangerschaft verschieben. Dir selbst und dem Baby zuliebe.

Solltest Du derzeit nicht schwanger sein, aber einen Kinderwunsch haben, empfiehlt es sich außerdem, diesen bei der Platzierung von Tattoos im Bauch- und Rückenbereich zu berücksichtigen.

Tätowieren in der Schwangerschaft - ein Tabu?

Doch warum ist Tätowieren in der Schwangerschaft eigentlich tabu?

Schwangerschaftshormone fördern die Durchblutung

Das hast Du vielleicht schon daran gemerkt, dass Du beim Zähneputzen viel schneller Zahnfleischbluten bekommst. Und beim Stechen eines Tattoos fließt nun mal ein wenig Blut. In der Schwangerschaft kann das aufgrund der guten Durchblutung leider auch schnell mal ein wenig mehr werden. Schon alleine deshalb weigern sich seriöse Anbieter grundsätzlich, einer Schwangeren ein Tattoo zu stechen.

Infektionsrisiko

Ein Tattoo ist in den ersten Wochen eine offene Wunde, die stets ein gewisses Infektionsrisiko birgt. Das gilt auch für das sauberste Studio. Ganz abgesehen davon sind allergische Reaktionen gegen die Farbe nie ganz ausgeschlossen, vor allem in der Schwangerschaft,wenn das Immunsystem durch die Hormonumstellung Kopf steht. Kommt es zu einer Entzündung, muss diese mit Antibiotika oder Cortison behandelt werden. Und die Einnahme solcher Medikamente möchtest Du in der Schwangerschaft ja möglichst komplett vermeiden. Deinem Baby aufgrund eines vermeidbaren Tattoos Medikamente zumuten zu müssen, ist nun wirklich überflüssig. Bekommst Du zu der Infektion auch noch Fieber, riskierst Du außerdem eine mögliche Fehlgeburt.

Schwermetalle gelangen in den Körper

Darüber hinaus enthält die Farbe Schwermetalle, die über mehrere Hautschichten hinweg in Deinen Körper und dementsprechend auch in die Plazenta gelangen, wo sie den Körper Deines Babys belasten. Nach der Geburt solltest Du mit einem Tattoo bis nach Ende der Stillzeit warten, um eine Belastung der Muttermilch mit Schwermetallen auszuschließen. Da das Abheilen eines Tattoos einige Wochen dauert, solltest Du auch besser erst schwanger werden, wenn Dein Tattoo richtig verheilt ist.

Deine Stresshormone stressen auch das Baby

Last but not least und selbst wenn Du hart im Nehmen bist: Eine Tättowiernadel, die je nach Größe des Tattoos zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden am Stück in der Haut herum piekst, verursacht Schmerzen, die den Körper zur Ausschüttung von Stresshormonen animieren. Diese Stresshormone Deines Körpers gibst Du direkt an Dein Baby weiter, das dementsprechend ebenfalls gestresst wird.

Alte Tätowierungen

Ein anderes Problem sind bereits bestehende Tätowierungen im Bauchbereich und der Leistengegend, wenn diese im Verlauf von 9 gewebestrapazierenden Monaten ein unschönes Eigenleben entwickeln. Schwangerschaftsstreifen, Überdehnung und erschlafftes Gewebe nach der Geburt haben schon aus manchem putzigen kleinen Teufel auf dem Bauch einen garstigen Dämon werden lassen. Und wie ein Tattoo die Schwangerschaft überstehen wird, lässt sich niemals im voraus sagen. Wenn das Tattoo Deiner Freundin auch nach drei Kindern noch gut aussieht, dann kann es trotzdem sein, dass Dein eigenes nach nur einer Geburt für immer zerstört ist.

Vorsicht beim Arschgeweih

Was Du vielleicht noch nicht wusstest:

Tattoos im unteren Rückenbereich wie das vor einiger Zeit noch sehr beliebte "Arschgeweih" auf dem Lendenwirbel können zum Risiko werden, wenn bei einer Geburt eine PDA nötig werden sollte. Einige Anästhesisten weigern sich nämlich, zwischen die tätowierten Lendenwirbel eine Punktionsnadel zu schieben, da sie befürchten, dass dabei winzige Farbpigmente ins Rückenmark gelangen und eine gefährliche Nervenentzündung verursachen könnten. Andere Narkoseärzte bestehen zumindest darauf, dass ein Tattoo auf dem Lendenwirbel für eine PDA mindestens ein Jahr alt sein muss. Auch die Gefahr, bei sehr dunklen Tattoos die Stelle zwischen den Wirbeln zu verfehlen, hält viele Ärzte in diesem Fall von einer PDA ab.

Fazit

Allgemein gilt also, einen möglichen Kinderwunsch bei der Platzierung Deines Tattoos nach Möglichkeit schon im Vorfeld zu berücksichtigen.

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[BS]

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