Noch Anfang des letzten Jahrhunderts wurde werdenden Müttern dringlichst von allen möglichen sportlichen Aktivitäten abgeraten. Heute lauten die Empfehlungen ganz anders: Sportliche Bewegung in der Schwangerschaft ist nicht nur geduldet, sondern sogar erwünscht.
Eine Ausnahme bilden dabei werdende Mütter mit einer Risikoschwangerschaft, bestimmten Schwangerschaftsbeschwerden oder auch Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft gesundheitliche Probleme wie beispielsweise Bluthochdruck oder Schilddrüsenprobleme hatten. Bei jeglicher Unsicherheit sollte man sich zunächst an seinen Arzt wenden.
Wer sich aber ohne gesundheitliches Risiko in der Schwangerschaft sportlich betätigen darf, der kann in vielerlei Hinsicht davon profitieren: Durch die vermehrte Sauerstoffaufnahme wird auch die Gebärmutter besser durchblutet und das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Thrombosen und Wassereinlagerungen kann verringert werden. Darüber hinaus trägt Sport insgesamt zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden bei. Letztendlich sollen trainierte Frauen sogar weniger Geburtsschmerzen haben.
Allerdings gilt es beim Sport in der Schwangerschaft, ein paar Dinge zu beachten: Nicht jede Sportart eignet sich für Schwangere. Empfehlenswert sind vor allem Ausdauersportarten, besonders wenn sie an der frischen Luft stattfinden, die große Muskelgruppen bewegen. Dazu zählt beispielsweise Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren, Gymnastik und Wandern.