Spielen. Viele von uns verbinden mit diesem Begriff in erster Linie Spaß. Dabei ist Spielen viel mehr als nur die Lieblingsbeschäftigung kleiner Kinder. Spielen ist auch der wichtigste Motivator, aus eigenem Antrieb heraus zu lernen. Die Kinder fördern so ihre geistigen und sozialen Fertig- und Fähigkeiten, auch ihre Kreativität wird dadurch gestärkt. Und gerade weil ihnen Spielen soviel Spaß macht, bringt es sie in ihrer Entwicklung weiter wie kein anderes Lernprogramm das tut.
Kinder spielen, wann immer sie die Möglichkeit dazu haben. In ihrem Fokus steht, wenn auch noch unbewusst, zielstrebig alles Neue zu erforschen und durch ständiges Ausprobieren dazu zu lernen. Emotionen wie Spannung, Freude und Stolz sind dabei ihre ständigen Begleiter. Und je mehr Dinge sie beherrschen, desto sicherer fühlen sie sich.
Die Eltern beeinflussen das Spielverhalten ihres Kindes
Geben Eltern ihren Kindern die Chance, sich frei von Bewertungen voll und ganz in ihrem Spiel zu entfalten, fördern sie damit das Selbstvertrauen ihres Kindes. Denn wenn Kinder das Gefühl vermittelt bekommen, dass die Richtung, in die sie sich selbstständig entwickeln richtig und gut ist, stärkt das ihr positives Selbstbild.
Wird ein Kind hingegen oft kritisiert oder in seinem Verhalten stark von den Eltern beeinflusst, kann das dazu führen, dass das Kind schnell resigniert - aus Angst zu versagen oder abgelehnt zu werden. Die Liebe der Eltern hat für ein Kind lange Zeit höchste Priorität, dafür steckt es sogar seine eigenen Bedürfnisse zurück. Darum sollten Eltern sich über ihren Einfluss auf ihr Kind stets bewusst sein.
Spielen prägt die Entwicklung und die Persönlichkeit des Kindes
Das Spiel der Kinder ist direkt mit der Entstehung ihrer Fähigkeiten und somit ihrer gesamten Persönlichkeit verbunden. Auf diese Weise entwickelt sich auch ihre Denkfähigkeit. Beispielsweise entdecken sie beim Spielen mit Bausteinen statische Gesetze und entwickeln so auch ein räumliches Vorstellungsvermögen.
Außerdem lernen sie, logische Schlüsse zu ziehen: „Wenn ich dies tue, passiert das“. Dabei können sie ihre neuen Erkenntnisse oft sprachlich noch nicht mitteilen und drücken vieles nur durch ihre Handlungen beim Spielen aus. Können Erwachsene dies erkennen bzw. deuten, ermöglicht das ihnen, die Welt ein Stück weit mit Kinderaugen zu betrachten.
Mama und Papa sollten hin und wieder mitspielen
Das kann sehr förderlich sein, denn Kinder brauchen, auch wenn sie gerne unabhängig spielen, manchmal auch die Gesellschaft Erwachsener. Sie können den Kindern begleitend zu ihrem Spiel Geschichten erzählen und sollten die Kinder ernst nehmen, in dem was sie erleben. Selbst wenn Eltern ihre Kinder nicht immer verstehen, ist die Akzeptanz ihrer Gefühle und Gedanken sehr wichtig für ihre Entwicklung. Und was kann es für Eltern schöneres geben, ihr Kind lernen und lachen zu sehen?
Beim gemeinsamen Spielen mit den Kindern kann es für Mama und Papa sehr hilfreich sein, Tipps und Ideen für gemeinsame Aktivitäten an die Hand zu bekommen. Darum haben wir euch in diesem eXtra einige Spielideen zusammengestellt, die ihr nach Belieben weiter entwickeln könnt. Außerdem findet ihr hier Rat, was dahinter stecken kann, wenn eurem Sprössling das Spielen keinen Spaß mehr macht und wie ihr ihm die Freude am Spiel wieder zurück bringen könnt.