Seit 1993 müssen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 1,50 sind, per Gesetz im Auto mit speziellen Rückhaltesystemen gesichert werden. Ein sinnvolles Gesetz, wenn man bedenkt, dass laut dem Statistischen Bundesamt knapp ein Drittel der 2006 im Straßenverkehr verletzten Kinder im Auto zu Schaden gekommen sind. Beim Kauf eines Kindersitzes sollte man sich ausführlich vom Fachmann beraten lassen.
Kindersitze werden in der Regel in folgende (Gewichts-) Gruppen eingeteilt:
Gruppe 0 und 0+:
Hierbei handelt es sich um die so genannte Babyschale, die entgegen der Fahrtrichtung eingebaut wird. Gewichtsgruppe 0 geht dabei bis 9 kg, 0+ bis 13 kg Körpergewicht. Diese Systeme werden als sehr sicher angesehen, natürlich unter der Voraussetzung, dass sie auch richtig eingebaut und verwendet werden. Deshalb wird vom ADAC empfohlen, den Sitz erst dann zu wechseln, wenn die Kopfoberkante des Kindes nicht mehr in der festen Schale liegt - ob die Beinchen schon früher über die Sitzkante hinausragen, ist für die Sicherheit unerheblich.
Laut ADAC gibt es auch Sicherungssysteme, in denen das Baby (dabei geht es häufig um Frühgeborene oder sehr schwache Babys) im Auto liegend transportiert wird und die quer auf der Rückbank im Fahrzeug befestigt werden. Diese Systeme sind meistens auch in der Querstellung sicher zu befestigen und haben ein zusätzliches inneres Gurtsystem, ähnlich wie die Babyschalen. Die meisten von diesen Systemen sind auch in Deustchland vom TÜV zugelassen, jedoch im Babyfachhandel selten zu kaufen.
Gruppe I:
Diese Gewichtsgruppe gilt für Kinder von ca. 9 bis 18 kg Körpergewicht, vom Alter her betrachtet bedeutet das bis zum vierten Lebensjahr. Hier gibt es verschiedene Systeme, beispielsweise mit Hosenträgergurt oder so genannten Fangkörpersystemen, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile haben und sich beim Einbau unterscheiden. Am besten lässt man sich bei der Wahl ausführlich vom Fachmann beraten.
Gruppe II (15-25 kg, ca. 3 ½ - 7 Jahre) und Gruppe III (22-36 kg, ca. 6 - 12 Jahre):
In den Gruppen II und III gibt es vielfach so genannte Sitzerhöhungen, wobei häufig vor allem solche mit Rückenlehne, viel Seitenaufprallschutz und höhenverstellbarer Kopfstütze empfohlen werden. Wichtig ist außerdem, dass Beckengurt und Diagonalteil des Gurtes an den richtigen Körperstellen verlaufen.
und was ist mit denn Kindersitzen von 9-36 kilo