SGB IX. Gesetz Frühförderung

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Was steht meinem Kind zu?
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Was steht meinem Kind zu?

In den vergangenen Jahren ist das System der Frühförderung in Deutschland Stück für Stück weiter ausgebaut worden. Das 9. Sozialgesetzbuch "Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen" trat am 1. Juli 2001 in Kraft (SGB IX).

Teilhabe behinderter Menschen

Ziel war es, klare Regeln zu Finanzierung, Rehabilitation, Organisation sowie unterhaltssichernden Leistungen für behinderte oder von Behinderung bedrohten Menschen zu schaffen. Denn: Klare Richtlinien machen es den Eltern mit frühförderungsbedürftigen Kindern sehr viel leichter. Zudem schaffen klare Regelungen auch klare Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Eltern. Denn nur eine gute und umfassende Diagnostik garantiert eine richtige Behandlung mit den richtigen Therapien.

Frühförderungsverordnung (FrühV)

Am 1. Juli 2003 wurde dann die Frühförderungsverordnung (FrühV) verabschiedet, die die Rahmenbedingungen des SGB IX stellt.

So ist zum Beispiel geregelt, dass Frühförderung "Vorsorge" ist.

Als Komplexleistung umfasst sie folgende zwei Leistungskomponenten:
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
  • heilpädagogische Leistungen

Wer trägt die Kosten der Frühförderung

Die Kosten werden von den Krankenkassen getragen. Dafür müssen die Eltern eine ärztliche Verordnung, ein Rezept oder eine ärztliche Überweisung zu einem sozialpädiatrischen Zentrum vorlegen. Ohne Vorlage werden keine Kosten übernommen. Die Kosten für heilpädagogische Maßnahmen werden vom Sozialamt übernommen. Zudem sind alle möglichen Therapieformen für den pädagogischen, medizinisch-therapeutischen sowie für den ärztlichen und psychologischen Bereich aufgezeigt.

Definition: "Behinderung"

Das SGB IX §2 (1) definiert Behinderung wie folgt:

"Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist."

Ziele des Gesetzes

Die Ziele des 2001 verabschiedeten Gesetzes sind folgende:
  • Anerkennung behinderter Menschen
  • Enge Zusammenarbeit mit Verbänden behinderter Menschen
  • Der behinderte Mensch steht im Mittelpunkt
  • Teilhabe und Selbstbestimmung behinderter Menschen muss gewährleistet werden
Um das zu erreichen müssen:
  • Zuständigkeiten schnell geklärt werden
  • Interdisziplinäre Behandlungen abgesprochen und ermöglicht werden
  • Ärzte verschiedener Therapieformen miteinander kommunizieren, damit die Behandlung effektiv ist
  • Wünsche bezüglich der Inanspruchnahme der Leistungen berücksichtigt werden
  • die Bedürfnisse der Kinder besonders berücksichtigt werden
  • alle möglichen Hilfen aufgezeigt werden

[AKL]

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