Zwillingsschwangerschaft: Risiken und Komplikationen

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Zwillingsgeburten sind selten und für den Körper eine echte Herausforderung.
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Zwillingsgeburten sind selten und für den Körper eine echte Herausforderung.

Zwillingsgeburten - eine Herausforderung für den Körper

Statistisch gesehen, kommt es zu einer Zwillingsgeburt unter 85 Geburten. Dies ist jedoch nur ein theoretischer Wert, da in den letzten Jahrzehnten die Zahlen von Mehrlingsschwangerschaften ansteigen. Grund dafür sind häufige hormonelle Unterstützungen bei Frauen mit schwer erfüllbarem Kinderwunsch, die Mehrlingsschwangerschaften begünstigen.

Im Vergleich zur Einlingsschwangerschaft, birgt die Schwangerschaft mit Zwillingen mehr Risiken und die Gefahr für Komplikationen. Grund dafür ist die natürliche und anatomische Voraussetzung, die auf eine Schwangerschaft mit einem einzelnen Kind optimiert ist.

Das Risiko von Frühgeburten bei Zwillingen

Im Artikel „Wie entstehen Zwillingsschwangerschaften“ gehen wir bereits auf die unterschiedlichen Bezeichnungen bei eineiigen Zwillingsschwangerschaften ein. Je nachdem, um welchen Zeitraum nach der Befruchtung die Zwillingsteilung erfolgt, hat die Medizin festgelegte Bezeichnungen für die Zwillingsschwangerschaft.

Monochoriale Zwillinge, also eineiige, teilen sich, je nach Zeitraum ihrer Entstehung, eine Plazenta oder zwei Plazentas, die zu einer Plazentaanlage zusammengewachsen ist.

Lesetipp: Zehn erste Anzeichen einer Schwangerschaft.

Plazenta teilen ist nicht einfach

Gerade bei der nur einer Plazenta für beide Kinder zusammen liegt ein erhöhtes Risiko eines fetofetalen Transfusionssyndroms, auch Zwillingstransfusionssyndrom genannt, vor.

Ein Zwilling könnte mangelversorgt werden, während sein Geschwisterkind eine Überversorgung erhält. Für beide Kinder kann das lebensgefährlich werden. Auch das früher ausgeschöpfte Platzangebot für zwei Kinder in der Gebärmutter, fördert das Risiko einer Frühgeburt.

Wachstumsschwierigkeiten während der Schwangerschaft

Durch das Risiko des Zwillingstransfusionssyndroms kann es zu einem ungleichen Wachstum der Zwillinge kommen. Jedoch ist ein Wachstumsproblem ebenso häufig bei allen Zwillingsschwangerschaften zu beobachten.

Der mütterliche Körper erkennt zwar den erhöhten Bedarf, den beide Kinder an Nährstoffen haben, muss diesen jedoch auch erbringen können. Solange der Körper der Mutter genug Nährstoffe besitzt, wird er sie an die Zwillinge abgeben.

Ist der Nährstoffvorrat für die Mutter selbst jedoch erschöpft und droht eine Unterversorgung für die Mutter selbst, kann es dazu kommen, dass ihr Körper eine Art Notprogramm fährt, bei dem die Lebenserhaltung der Mutter auf ein Mindestmaß eingehalten wird. Unter Umständen kann dies dann dazu führen, dass nicht genug Nährstoffe für beide Kinder vorhanden sind.

Risiken auch für die Mutter

Durch den höheren Bedarf an Nährstoffen und dem Mehr an benötigter Blutmenge, um beide Kinder optimal zu versorgen, wird eine mit Zwillingen oder mehr Kindern schwangere Frau auch wesentlich öfter erschöpft sein. Ihr Körper leistet schließlich eine nicht unbeträchtliche Mehrarbeit.

Zudem kann es zu Überlastungen der Gebärmutter oder der Bänder kommen. Auch der Druck auf den Beckenboden ist stärker und schmerzhafter.

Lesetipp: 10 Tipps, um sich auf die Schwangerschaft vorzubereiten.

Risiken für die Geburt

Bei einer Einzelschwangerschaft gibt es immer auch Risiken, die eine spontane Entbindung gefährden könnten. Dazu gehören Lageanomalien des Kindes, aber auch Plazentaanomalien, die aufgrund einer ungünstigen Lage die spontane Entbindung verhindern könnten. Mit einer Verdoppelung der Kinder in der Gebärmutter, verdoppeln sich auch die Risiken für eben diese Anomalien.

Letzte Möglichkeit Kaiserschnitt

Werden die Risikofaktoren von den Geburtshelfern zu hoch eingestuft, sodass die spontane Entbindung für Mutter und Kinder zur Gefahr werden könnte, wird in der Regel ein Kaiserschnitt empfohlen. Dieser ist aber nur bei wirklich indizierten Risiken notwendig.

Auch wenn die Natur eigentlich Einlingsschwangerschaften beim Menschen hervorbringt, kann sie sich dennoch meist auch auf Zwillingsschwangerschaften einspielen und diese gesund und auf natürlichem Weg zur Welt kommen lassen. Regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt sind aber ein Muss.

[SyKo]

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