Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern

Foto: mamiweb.de
Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern
Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das sich unter dem Kehlkopf befindet. Die Hormone der Schilddrüse spielen eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel, bei der Regulierung der Körpertemperatur und der Verwertung von Nahrungsbestandteilen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (auch: Hypothyreose) werden zu wenig Hormone produziert, was für das Kind schwere Folgen haben kann. Das Wachstum sowie die Gehirnentwicklung kann bei einem Hormonmangel eingeschränkt werden. Man unterscheidet hierbei die angeborene von der erworbenen Schilddrüsenunterfunktion. Es leiden etwa doppelt so viele neugeborene Mädchen wie Jungen an dieser Erkrankung.
Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion kann durch eine mangelhafte Jod-Versorgung in der Schwangerschaft entstehen. Auch eine fehlende oder missgebildete Schilddrüse sowie eine ungünstige Platzierung können Ursachen sein. Bei einer erworbenen Schilddrüsenunterfunktion stellt
SymptomeSymptome einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion:
- Trinkschwäche
- Verstopfung
- Verlängerte Gelbsucht
- Trockene Haut
- Sprödes Haar
- Körperliche Entwicklungsstörung
- Untertemperatur
- Bewegungsarmut
- Eventuell: Muskelschwäche, Nabelbruch
Symptome einer erworbenen Schilddrüsenunterfunktion:
- Müdigkeit
- Schwächegefühl
- Geistige Verlangsamung, bis hin zu Intelligenzdefekten
- Erhöhte Kälteempfindlichkeit
- Verstopfung
- Kleinwuchs
- Verspätete Zahnentwicklung
- Verzögerte Pubertät
- Eventuell: Kropfbildung
Entwicklung des Neugeborenen haben kann. Durch eine gezielte Hormonzufuhr von außen kann sich das Baby jedoch völlig normal entwickeln. Bei der erworbenen Schilddrüsenunterfunktion ist eine Einnahme eines Präparates vor der Pubertät wichtig. Die Tabletten (ein künstliches Schilddrüsen-Hormon) müssen immer regelmäßig eingenommen werden, damit sich das Kind normal entwickeln kann. Im Alter von zwei Jahren kann von Fachpersonal ein Auslass-Test durchgeführt werden. Dabei werden die Tabletten abgesetzt und beobachtet, wie das Kind reagiert. So kann festgestellt werden, ob es sich um eine angeborene oder erworbene Schilddrüsenunterfunktion handelt. Erst danach entscheidet sich, ob eine lebenslange Einnahme nötig ist.
Besonders Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Jod, so sollte stets auf eine ausreichende Jod-Versorgung geachtet werden. In