Schaukampf

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Immer die Nase vorn
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Immer die Nase vorn

Völlig unerwartet, trafen die beiden Giganten unserer Familie zu einem spektakulären Schaukampf auf einander. Es war eine Schlacht, die niemand vorausahnte, jedoch hätten wir die Zeichen erkennen können, wenn wir doch nur das "Was passiert dann-Spiel" gespielt hätten. Aber wir waren naiv! Glaubten an das Gute in unserem Hund. Oder viel mehr an seinen fehlenden Geist.
Im Ring standen sich gegenüber:

Titelverteidiger: Achim, auch genannt Warlord, der normannische Krieger.
Alter: 39 Jahre
Größe: 182 Zentimeter 
Kampfgewicht: 112 Kilogramm

Seine Herausforderin: Skadi auch berühmt berüchtigt als Skunky oder die dämlichste Deutsche Dogge, die je auf diesem Planeten existierte.
Alter: 1 Jahr
Größe (Schulterhöhe): 83 Zentimeter
Kampfgewicht: 55 Kilogramm

Kurzbeschreibung der Kontrahenten:
- Achim, jahrelang kampferprobt im täglichen Leben, Ordnungshüter des moppelschen Bandenchaos, Zimmermann (daher schwindelfrei), Herrscher über einen 14-Tonnen-Gabelstaplers, trinkfest, geduldig und stark. Seine Vorlieben: lesen und diebstahlsichere Möbelstücke bauen (zu schwer zum Klauen).

- Skadi, langbeiniger Chaosdämon, Allesvertilger (gestern erst wieder zwei Fliegenfänger), zwiespältige Natur (hält sich einerseits für den größten Monsterhund dieses Planeten, um sich im nächsten Moment wie ein Schoßhund zusammen zu rollen), willensstark, treudoof, große Klappe, bekloppt. Ihre Vorlieben: grundsätzlich alles zu machen, was sie eben nicht soll.

Austragungsort:
Etwa 25 Quadratmeter großes Badezimmer im moppelschen Anwesen.

Es war ein spontaner Kampf, nicht geplant und selbst für die beiden Kontrahenten relativ unerwartet. Mein Mann suchte Entspannung, ließ sich die Badewanne voll laufen und glitt genüsslich hinein. Kurz vor der Schlacht, als noch niemand das Bevorstehende ahnen konnte, stattete ich ihm einen kurzen Besuch ab. Relaxed lag er dort in Schaumbergen, den Kopf - außer Nase und Mund - unter Wasser und ließ sich treiben. Um ihn nicht zu stören, ließ ich ihn allein. Diese Stunde voll Wellness sollte ihm gegönnt sein.

So ging ich wieder nach oben. Es dauerte nicht lange, da stampfte mein Mann wutschnaubend die Treppen herauf. Beim nächsten Mal würde er sich eine Dreiklang-Fanfare mit ins Bad nehmen, da man in diesem Haus ja um Hilfe schreien könne, wie man wolle. Wir guckten ihn verdattert an. Gerade wollte ich fürsorglich nachfragen, welche Laus ihm denn über die Leber gelaufen sei, als er schon zu einer wahren Schimpftirade ansetzte. Wild gestikulierend verschaffte er uns dann ein Bild von einer Szene, die wir gerne miterlebt hätten. Doch das verschwiegen wir ihm allerdings lieber.

In diesem Artikel:

Seite 1: Die beiden Teilnehmer
Seite 2: Der Schaukampf

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