Es gibt es verschiedene Ansichten, wann man (Frau) mit Übungen zur Rückbildung beginnen soll. Zunächst muss natürlich der individuelle Zustand berücksichtigt werden, insbesondere Beschwerden nach Kaiserschnitt oder schmerzhafte Dammnähte.
Manche Hebammen empfehlen, sich die ersten Tage darauf zu
beschränken, möglichst oft auf dem Bauch zu liegen (um die Rückbildung und Verkleinerung der Gebärmutter zu unterstützen) und immer mal wieder die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen (wie das geht, erfährt man häufig schon in der Schwangerschaftsgymnastik oder dem Geburtsvorbereitungskurs).
Andere sind der Meinung, dass man mit Rückbildungsgymnastik
gar nicht früh genug anfangen kann, denn auch die hormonelle Umstellung beginnt gleich nach der Geburt.
Wann auch immer damit begonnen wird, Rückbildungsgymnastik
kann den Körper auf vielfache Weise unterstützen, hier einige Beispiele:
- schnell kräftigende Stoffwechsel- und Kreislaufübungen sorgen für einen verbesserten Rückfluss aus den Venen, die mit dem Rückfluss des Blutes aus dem Beckenbereich fertig werden müssen
- die Übungen können die Tätigkeit des Darms unterstützen, der in der Zeit nach der Geburt häufig zu Trägheit neigt
- während der Schwangerschaft aufgebaute Fettpolster werden wirksamer abgebaut
- eingelagerte Gewebsflüssigkeit wird schneller ausgeschwemmt
Besonders zu empfehlen ist die
Rückbildungsgymnastik unter fachkundiger Anleitung in einem Kurs, wobei gesetzliche Krankenkassen in der Regel die Kosten für bis zu zehn Stunden übernehmen. Unter anderem werden solche Kurse – mit und ohne Baby – von Hebammenpraxen und Kliniken angeboten.
Wem diese Form nicht liegt, der kann selbstverständlich auch
zu Hause Übungen durchführen. Dabei ist es sinnvoll, auf geeignete Literatur mit Hinweisen und Beispielen zurückzugreifen, um Fehler bei Art und Durchführung der Übungen zu vermeiden. Mamiweb hat auch einige Übungen zur Rückbildung und zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur zusammengestellt!