Pubertät, was ist das?
Um unsere Kinder in der Pubertät verstehen zu können, ist es von Vorteil überhaupt
zu wissen was in ihnen vorgeht. Denn die komplexen und rasanten Entwicklungsschritte machen es unseren Kindern nicht gerade einfach die Veränderungen zu verarbeiten. Wir geben einen Überblick, was Pubertät bedeutet und wann sie anfängt.
Der Begriff Pubertät bezeichnet allgemein sprachlich die
Übergangsphase, in der sich das Kind zum Erwachsenen entwickelt. Korrekterweise und medizinisch richtiger heißt diese Übergangsphase Adoleszenz. Dieser Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie “heranwachsen”.
Allerdings bezeichnet die "Adoleszenz" die gesamte Übergangsphase vom Kind zum
Erwachsenen und der Begriff "Pubertät" hingegen einen bestimmten Abschnitt
innerhalb dieser Entwicklungsphase. Etwa im 16.
Jahrhundert begann man, den Teil der Adoleszenz, in der sich die
Geschlechtsreife des Heranwachsenden ausbildet, als Pubertät (pubertas ist lateinisch für Geschlechtsreife) zu
bezeichnen.
Körperlich gesehen beginnt die Pubertät mit dem
Signal der Hirnanhangdrüse an die Organe des kindlichen Körpers, mit
der verstärkten Produktion der Geschlechtshormone (Mädchen
vorrangig Östrogen, Jungen Testosteron) zu beginnen.
Da von den Geschlechtshormonen auch die
körperliche Entwicklung abhängig ist, die in dieser Zeit rasant
fortschreitet, kommt es zu einer Art Überproduktion der Hormone. Bis
zur vollständigen körperlichen Reife, sowie der geregelten Bildung der
Geschlechthormone, vergehen mehrere Jahre.
Generell gibt es kein
pauschales Alter, in dem ein Kind in die Pubertät kommt. Durch die
heutigen verbesserten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zeigt sich tendenziell ein früherer Eintritt in die Pubertät. Jedoch scheinen auch die Gene Auswirkungen auf den Beginn der Pubertät zu haben.
Meist beginnt und endet die Pubertät bei
Jungen 1 bis 2 Jahre später als bei Mädchen. Hierbei wird häufig ein Zeitraum zwischen dem 8. und 18. Lebensjahr bei Mädchen und 10.
bis 20. Lebensjahr bei Jungen angegeben. Genau lässt sich dieser
Abschnitt jedoch nicht bestimmen. Ein Kind, das später in die
Pubertät eintritt, muss nicht zwangsläufig auch länger in dieser Phase bleiben.
Wünschenswert ist eine Pubertät von etwa 10 Jahren. Hierbei vollziehen sich die Veränderungen für die Betroffenen sanfter und somit angenehmer als in einer
kürzeren und damit heftigeren Pubertät.
[SyKo]