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Pseudo-Krupp bei Kindern



Pseudokrupp bei Kindern
Foto: mamiweb.de
Pseudokrupp bei Kindern
Pseudokrupp (Laryngitis subglottica) liegt eine Entzündung der Atemwege vor, die durch Viren verursacht wird. Charakteristisch für diese Erkrankung ist der sogenannte Krupp-Husten, ein bellender Husten, der hauptsächlich nachts auftritt. Betroffen sind überwiegend Säuglinge und Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren. Selten auch Jugendliche oder Erwachsene. Die meisten Betroffenen erkranken im Herbst oder Winter. Der oft harmlos verlaufende Pseudokrupp muss von der lebensgefährlichen bakteriellen Kehldeckelentzündung und der ebenso gefährlichen Kehlkopfdiphterie abgegrenzt werden.
 
Pseudokrupp folgt meist auf eine Erkältung und wird durch Viren verursacht, wobei es sich um Influenza-Erreger, RS-, Rhino- oder Masernviren handelt. Die Infektion lässt die Schleimhaut am Kehlkopf unterhalb der Stimmbänder anschwellen. Durch diese Verengung und vermehrte Schleimbildung kann es zu Atemnot kommen. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion (Husten, Schnupfen, Sprechen). Oder durch den Kontakt mit infizierten Gegenständen, wie Gläsern.
 
Therapie

Als erstes gilt es das feuchte und kühle Luft gesorgt werden, um das Abschwellen der Schleimhäute zu fördern. 

Hierfür eignen sich mehrere Möglichkeiten:
  • Ein Inhalator
  • Feuchte Tücher im Kinderzimmer aufhängen
  • Fenster öffnen oder mit dem Kind in den Garten gehen (Frischluft)
  • Mit dem Kind ins Badezimmer gehen und die Dusche aufdrehen
  • Dem Kind Getränke mit Raumtemperatur geben (keine Nahrungsmittel!)
Nach dem ersten Anfall werden vom Arzt Notfall-Zäpfchen verordnen. Diese enthalten Kortison, Epinephrin oder Adrenalin und bewirken eine Abschwellung der Schleimhäute. Allerdings tritt die Wirkung erst nach rund 15 Minuten ein.
Vorsorge

Wenn ein Kind zu Pseudokrupp neigt, sollte immer auf eine kühle, feuchte Raumtemperatur geachtet werden. Rauchen in der Nähe des Kindes und in der Wohnung muss hier unbedingt unterbunden werden. Ist ein Fall von Pseudokrupp in der Umgebung bekannt, so sollte man den Kontakt mit den Erkrankten vermeiden.


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