Was ist Prenahrung?
Wenn es der Mutter nicht möglich ist, zu stillen, kann ein Baby mit Prenahrung ernährt werden. Prenahrung ist in der Zusammensetzung der Muttermilch nachempfunden und wird durch Forschungsarbeit ständig verbessert. Diese Nahrung soll alle Ernährungsanforderung eines Babys abdecken und muss deshalb alle notwendigen Nährstoffe liefern.
Prenahrung mit prebiotischen Oligosaccariden
Aktuelle Forschungen kommen zu dem Ergebnis, dass es vorteilhaft ist, Prenahrung mit so genannten prebiotische Oligosaccariden anzureichern. Oligosaccaride sind Kohlenhydrate, die aus mehreren Monosaccariden (Einfachzucker) aufgebaut sind. Zirka 3 bis 9 Zuckereinheiten aneinander gebunden, ergeben ein Oligosaccarid. Die Abgrenzung zum Polysaccarid (viele Zuckereinheiten gebunden) ist fließend.
In der Muttermilch befinden sich ebenfalls Oligosaccaride, welche eine prebiotische Wirkung haben. Prebiotikas haben die Eigenschaft, das Wachstum von Bifidusbakterien und Laktobazillen im Darm zu fördern und beeinflussen so die Entwicklung der Darmflora positiv. Durch eine gesunde Darmflora wird das Immunsystem des Babys gestärkt und ein Auftreten von gastrointestinalen Infektionen, Atemwegsinfektionen und allergischen Reaktionen kann reduziert werden. Auch bei Babys, die zu Verstopfung neigen, wirkt Prenahrung mit prebiotischen Oligosaccariden stuhlauflockernd.
Inzwischen sind einige Produkte am Markt erhältlich, denen prebiotische Oligosaccaride zugesetzt wurden. Vor allem für Babys mit häufigen Infektionserkrankungen oder festem Stuhlgang (Verstopfung) ist Prenahrung mit prebiotischen Oligosaccariden zu empfehlen.