Viele Großeltern empfinden es als Privileg, ihren Enkeln die Welt zeigen zu dürfen und sie mit Süßigkeiten und Geschichten aus der guten alten Zeit zu verwöhnen. Für sie ist die Betreuung des eigenen Enkelkinds nicht einfach ein Job, sondern ein Teil ihrer selbst, dem sie sich mit voller Leidenschaft widmen. Kein professioneller Erzieher wird einem Kind daher so viel Liebe und Zuneigung entgegenbringen wie die eigenen Großeltern oder der Rest der Verwandtschaft.
Mit einer der wichtigsten Aspekte für viele Eltern ist aber das Vertrauen und die Verlässlichkeit der eigenen Familie. Das Wohl des Kindes steht dabei unbestreitbar stets im Mittelpunkt. Die eigenen Eltern sind vertraute Personen, die das Enkelkind gut kennen und mit denen wiederum das Enkelkind selbst vertraut ist. Eine lange Eingewöhnungszeit, um sich aufeinander einzustellen, ist hier in der Regel nicht nötig. Auch lernt das Kind schon früh, die Bedeutung der eigenen Familie zu schätzen, wie man sich gegenseitig unterstützt, Verantwortung übernimmt und füreinander da ist.
Etwas schwieriger an diesem Modell ist sicherlich die Tatsache, dass es auch in den besten Familien immer mal wieder zu Unstimmigkeiten und Streit kommt, etwa in Fragen der Kindererziehung. Hier kann es dann mitunter schwer sein, die Betreuungsperson zu wechseln, wenn man Kränkungen vermeiden möchte.
Auch gibt es Großeltern, die ihre Enkel zwar absolut vergöttern und gerne Zeit mit ihnen verbringen, aber deshalb nicht unbedingt aktiv in die Erziehungsarbeit eingebunden werden möchten, da es für sie auch ein Leben nach den eigenen Kindern und Enkeln gibt. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine niederländische Studie, die besagt, Oma und Opa haben auch noch anderes zu tun! Und tatsächlich gestalten viele Ältere, nachdem die eigenen Kinder groß sind, ihr Leben aktiv nach ihren eigenen Vorstellungen. Arbeiten, Hochschulkurse, Seniorensport und Freunde und Bekannte treffen inklusive.
Es empfiehlt sich daher, genau abzuklären, in welchem Umfang die Großeltern in die Kinderbetreuung eingebunden werden wollen, um eine Überlastung und dabei entstehenden Frust, der sich eventuell negativ auf das Kind oder die persönlichen Beziehungen zueinander auswirkt, zu vermeiden.
Generell ist diese Form der Betreuung besonders geeignet für sehr kleine Kinder, die auf eine besonders liebevolle Art der Betreuung angewiesen sind. Auch Kinder, die sehr auf die Mutter fixiert sind, können sich wahrscheinlich auf die Oma oder eine andere Verwandte als Betreuungsperson besser einlassen.
Für Eltern ist diese Methode besonders geeignet, wenn sie sich gut mit dem Rest ihrer Familie, besonders den Großeltern, verstehen und an einer flexiblen Art der Kinderbetreuung interessiert sind. Oft ist eine geeignete Kinderbetreuung einfach nicht zu bekommen, sei es aus mangelnder Qualität der Einrichtungen oder dem fehlenden Angebot. Viele Mamis kennen außerdem das Gefühl, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie ihr Kind in fremde Hände geben. Da die eigene Mutter oder der eigene Vater zur Familie gehört, ist diese Gefahr hier nicht gegeben.
Für Eltern, die ihr Kind nicht von Omi oder Opi betreuen lassen können, haben wir folgenden Tipp: In vielen Städten gibt es mittlerweile sogenannte
„Leihgroßelterndienste“, bei denen rüstigen Rentnern
„Ersatz-Enkel“ zur Betreuung vermittelt werden. Positiv hierbei
ist, dass flexible Betreuungszeiten mit den Eltern vereinbart werden
können und eine familiäre Atmosphäre herrscht, bei der die Kinder
von der Lebenserfahrung der (Ersatz-)Großeltern lernen können.
Besonders Alleinerziehende können sich so außerhalb der KiTa-Zeiten
dringend benötigte Freiräume schaffen. Älteren Menschen wird
hiermit die Interaktion mit jüngeren ermöglicht. Seriöse
Agenturen, Vereine und Verbände helfen hier bei der Suche.
[AKH]

Bei uns ist die Betreuung durch Verwandte eine tolle Ergänzung zu sowieso vorhandener \"Kernzeitbetreuung\" unter der Woche. Z. B. wenn die Großen mal etwas ohne die Kleinen unternehmen wollen oder zusätzliche außerplanmäßige Arbeit ansteht.

Viele Grosseltern sind der Meinung, sie seien zum Verwöhnen da, nicht zum Erziehen...deswegen sollte man das Kind nur zum Teil bei den Grosseltern lassen. Ein Stückchen Schokolade hier, ein Gummibärchen da und dann noch das leckere Eis...und schon ist das Kind ein Konsumkind erster Güte, das nicht mehr ohne Süsses will. Auch der Ton, mit dem die Kinder in den Grosseltern reden, ist nicht immer überall der beste und die Kinder lernen nicht, dass Befehlen falsch ist. Weil es bei den Grosseltern ja funktioniert. Wenn man Eltern hat, bei denen sowas nicht vorkommt, kann man sich wirklich glücklich schätzen.

Wir können net auf grosseltern oder gar tanten zurück greifen!! die haben da null intresse dran;(((((((
Was haben berufstätige Schwedinnen, Französinnen und Holländerinnen gemeinsam? All diese Frauen geben ihre lieben Kleinen bereits oft schon weit vor dem dritten Geburtstag in eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung. Die gibt es in besagten Ländern nämlich in so großer Zahl, dass Beruf und Familie für beide Elternteile vereinbar sind. Zwar sind wir hierzulande noch weit von diesem begrüßenswerten Zustand entfernt, doch gibt es auch in Deutschland immer mehr qualitativ gute Angebote für Kinder. Aber welche Betreuungsform ist die richtige für das eigene Kind? Krippe, Kindergarten, Hort oder doch eine Tagesmutter? Und ab welchem Alter und in welchem Umfang sollten Eltern diese Einrichtungen in Anspruch nehmen? In unserem eXtra findest Du eine Übersicht mit Infos über die gängigsten Formen der Kinderbetreuung.