Neurodermitis beim Baby: Ernährung

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Auf welche Lebensmittel muss das Baby verzichten?
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Auf welche Lebensmittel muss das Baby verzichten?

Babys mit Neurodermitis sollten so lange wie möglich gestillt werden. Das Stillen versorgt den kleinen Körper nämlich mit wertvollen Nährstoffen und wichtigen Antikörpern.

Empfehlung: bis zum 5. Monat stillen

Es wird daher empfohlen, Babys mit Neurodermits, mindestens bis zum 5. Monat zu stillen. Ist Stillen nicht möglich, kann mit hypoallergener Babynahrung gefüttert werden. Das besondere bei der hypoallergenen Nahrung ist, dass die allergieauslösenden Milchbestandteile durch Verfahren wie Ultraerhitzung oder Ultrafiltration soweit reduziert werden, dass weniger Allergien auftreten.

Meist findet zwischen dem 5. und dem 9. Monat eine Mischernährung statt. Das Baby bekommt neben der Muttermilch auch Beikost in Form von Brei. Stück für Stück wird dabei auf feste Nahrung umgestellt. Eine gesunde und ausgewogene Kost ist genau das Richtige. Allerdings kann das Baby dabei jetzt auch externe Allergene zu sich nehmen, wenn es auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagiert.

Ernährung: Risiko einer Sensibilisierung

Erkennen die Eltern Zusammenhänge zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und der Neurodermitis ihres Babys, sollten sie die Nahrungsmittel meiden und schauen, ob sich der Hautzustand des Babys verbessert. Da leider oft mehrere Auslöser existent sind ist es oft einfacher, gleich einen Allergietest zu machen und so schnellstmöglich die allergenen Stoffe einzugrenzen. Das verhindert, dass das Immunsystem des Babys zu lange mit den allergenen Stoffen konfrontiert wird. Zudem senkt dies auch das Risiko einer Sensibilisierung. Von Sensibilisierung wird gesprochen, wenn das Immunsystem nach dem Erstkontakt mit dem Fremdstoff eine fehlgeleitete Immunantwort aufgebaut hat. Bei erneutem Kontakt kommt es dann zu einer allergischen Reaktion, die sich bei jedem erneuten Kontakt steigern und bis zum allergischen Schock führen kann.

Ernährung: Therapiebegleitende Diät

Leidet das Baby unter einer Lebensmittelallergie und sind die allergenen Stoffe bekannt, stellt der Arzt gemeinsam mit den Eltern eine Diät zusammen. Nahrungsmittel, die das Kind verträgt, werden miteinander kombiniert, allergene Stoffe vom Speiseplan gestrichen. Halten sich die Eltern an die Diätempfehlung des Arztes, tritt oft schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung des Hautzustandes ein. Bei Babys mit Neurodermitis werden am meisten Unverträglichkeiten gegenüber Milch, Eiern, Weizen, Fisch, Nüssen und Casein festgestellt. Als Casein wird der Proteinanteil in der Milch bezeichnet. Casein findet sich auch in Quark und Käse und ist der häufigste Auslöser der Kuhmilchallergie.

Ernährung: Was tun, wenn die Eltern an Allergien leiden?

Haben die Eltern ausgeprägte Allergien, gibt es es die Möglichkeit, sowohl vor als auch nach der Geburt Probiotika zu verabreichen. Das soll das Risiko senken, an Neurodermitits und Allergien zu erkranken, da die Darmflora, die einen Großteil des Immunsystems ausmacht, durch die Milchsäurebakterien regeneriert und gestärkt wird. Aus dem Gleichgewicht kommen die natürlichen Darmbakterien zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika. Probiotika sorgen in diesem Fall für ein gesundes Darmklima. Die mikrobiologische Therapie wird sowohl in Spezialkliniken als auch ambulant bei Ärzten durchgeführt.

Ernährung: Nachkerzenöl

Nahrungsergänzend kann auch Nachtkerzenöl eingesetzt werden. Das Öl verhindert das Austrocknen der Haut und wirkt entzündungshemmend. Es ist sowohl in Kapsel- als auch in Ölform erhältlich. Vermischt mit Saft oder Brei kann es auch Babys gegeben werden. Die Dosierung sollte mit einem Arzt besprochen werden. Der hohe Gehalt an Gamma-Linolsäure (GLS) verleiht der Nachtkerze ihre pflegenden Eigenschaften für die Haut. Neurodermitikern fehlt das Enzym zur hauteigenen Fettsäureherstellung. Wird das Nachtkerzenöl regelmäßig einmassiert, verbessert es die Hautstruktur. Fragen zur Dosierung und Art der Anwendung beantworten Apotheker ebenso wie Dermatologen.

[AKL]

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