Nasenbluten bei Kindern

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Nasenbluten bei Kindern
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Nasenbluten bei Kindern

Wenn das Blut aus der Nase rinnt und die einzelnen Tropfen auf die Kleidung fallen, machen sich schnell sorgenvolle Gedanken breit. Doch meist besteht gar kein Grund zur Sorge. Da die Nase stark durchblutet wird und ihre Gefäßwände recht dünn sind, kommt es schnell einmal zum Nasenbluten, das medizinisch besser unter dem Begriff Epistaxis - der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie 'darauftröpfeln' - bekannt ist.


Wie und warum entsteht Nasenbluten?

Ob ein Sportunfall, eine Erkältungskrankheit, eine trockene und kalte Winterluft, ein allergischer Schnupfen, Bluthochdruck, eine verstärkte Blutungsneigung, zu heftiges Nase schnaufen oder trockene Schleimhäute - Nasenbluten kann die Folge vieler Ursachen sein. Zudem können auch Medikamente, Tumore, Stress, Fremdkörper in der Nase, ein Vitamin-K-Mangel oder ein Schlag auf den Kopf Nasenbluten hervorrufen. Meist entsteht die Blutung durch eine plötzliche Druckveränderung in der Nase, wodurch die feinen Äderchen platzen können, aus denen dann das Blut strömt. Das Blut rinnt aus einem oder beiden der Nasenlöcher heraus. Schmerzen empfinden die Betroffenen nicht, deshalb wird das Nasenbluten manchmal gar nicht erst bemerkt. Wenn die Blutung erst einmal eingesetzt hat, so kann es durchaus bis zu 15 Minuten dauern, bis diese wieder aufhört. Hört das Nasenbluten allerdings nach 20 Minute nicht auf, so kann die Quelle des Blutstromes weiter oben in der Nase liegen - dann ist es ratsam, schnell einen Arzt aufzusuchen. Besonders häufig sind Kinder von Nasenbluten betroffen.


Kinder und Nasenbluten

Das Nasenbluten bei Kindern wird als habituelles Nasenbluten bezeichnet, wobei sich der Begriff 'habituell' auf das Wachstum bezieht. Der Grund dafür, wieso Kinder öfter Nasenbluten bekommen, ist, dass das sogenannte Kiesselbach-Geflecht - ein Gefäßknäuel direkt unter der Schleimhautfläche an der Nasenscheidewand - beim starken Wachstum der Kinder schnell aufreißen kann. Das Gefäßwachstum kommt manchmal nicht nach bei den Wachstumsschüben den die Kinder vor allem in jungen Jahren ausgesetzt sind.


Behandlung und häufig begangene Fehler

Hat das Nasenbluten erst einmal angefangen, so sollte der Kopf leicht nach vorn gesenkt werden. Zusätzlich ist es ratsam, eine sitzende und aufrechte Körperhaltung einzunehmen. Während diese Position gehalten wird, sollte der untere Nasenteil etwa 10 Minuten zugehalten werden, bis die Blutung aufgehört hat. Während des Zusammenklemmens der beiden Nasenflügel werden gleichzeitig die Äderchen abgeklemmt und die Blutung stoppt schneller. Eine Tamponade zur Stillung der Blutung sollte nur vom Arzt in die Nase eingeführt werden, wenn die Blutung sehr stark ist. Häufig wird der Fehler begangen, den Kopf nach hinten zu legen. Dies kann jedoch zur Folge haben, dass das Blut in den Magen fließt. Bereits kleine Mengen Blut im Magen können zu Übelkeit führen. Außerdem ist es wichtig, auf die aufrechte Körperhaltung Wert zu legen. Eine liegende Position erhöht den Druck in der Nase bloß noch mehr. Wenn ein Nasenspray zur Hand ist, so kann dieses auch überaus hilfreich sein. Es enthält Inhaltsstoffe, die abschwellend wirken, sodass sich die Äderchen verkrampfen.

In über 80 % der Fälle ist das Nasenbluten ungefährlich und die Ursache liegt im vorderen Nasenbereich. Sollte das Nasenbluten jedoch nach 15 - 20 Minuten nicht aufhören oder ist es ein sehr schnell fließendes und starkes Rinnsal, so ist es notwendig dringend einen Arzt aufzusuchen. Des Weiteren sollte ein Arzt konsultiert werden, wenn einer der folgenden Faktoren zutrifft:
  • das Nasenbluten tritt regelmäßig auf
  • das austretende Sekret riecht unangenehm
  • die Nase schmerzt und scheint gebrochen
  • Atembeschwerden treten auf
  • ein Fremdkörper befindet sich in der Nase


Tipps zum Vorbeugen von Nasenbluten

Es ist möglich Nasenbluten vorzubeugen. Hierzu sollten die jeweiligen Lebensumstände unter die Lupe genommen werden. Der Blutdruck sollte nicht zu hoch sein und regelmäßig kontrolliert werden. Im Winter sollte nicht zu viel geheizt werden - und wenn, dann ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit in den Räumen mit Luftbefeuchtern hoch zu halten, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Zudem können Nasenöl, Salben mit Arnika, das Trinken von mindestens 1,5 - 2 Liter von Wasser pro Tag und Nasenspülungen mit Kamille vorbeugend gegen Nasenbluten wirken.

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