Nabelschnurblut

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Blutkörperchen
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Wenn ein Baby unterwegs ist, sehen sich die werdenden Eltern mit vielen neuen Themen konfrontiert und müssen viele Entscheidungen treffen.

Häufig liest man zum ersten Mal etwas über das Thema Nabelschnurblut oder sieht eine Anzeige einer privaten Nabelschnurblutbank. Oft weiß man gar nicht, worum es eigentlich geht und soll sich entscheiden, was mit dem Nabelschnurblut geschehen soll.

Diese Entscheidung muss man schon während der Schwangerschaft treffen, denn das Nabelschnurblut kann, falls dies gewünscht wird, nur unmittelbar nach der Geburt gewonnen werden. Aber zunächst einmal: Warum ist das Nabelschnurblut denn etwas Besonderes? Im Nabelschnurblut sind Stammzellen enthalten, die wiederum Zellen sind, deren genaue Bestimmung noch nicht festgelegt ist. Grob gesagt können sie beispielsweise das blutbildende System des Menschen neu aufbauen oder für die Bildung verschiedener Arten von Gewebe eingesetzt werden.

Verwendungsmöglichkeiten für Nabelschnurblut

Im Grunde gibt es drei Möglichkeiten, was mit dem Nabelschnurblut gemacht werden kann:
  1. Falls das Kind aus medizinischen Gründen nicht schnell abgenabelt werden muss, kann man die Nabelschnur auspulsieren lassen und das Blut fließt noch in den kindlichen Organismus.
  2. Das Blut aus der Nabelschnur kann nach der (dann rascher erfolgenden) Abnabelung des Babys kostenlos (und anonym) gespendet (z.B. einer öffentlichen Stammzellenbank, für die Stammzellenforschung o.ä.) und somit beliebigen erkrankten Menschen oder der Forschung zur Verfügung gestellt werden.

    Dabei muss man bedenken, dass man nicht in jeder Klinik Nabelschnurblut spenden kann, da für die Entnahme von Nabelschnurblut besonders geschultes Personal und spezielle Ausrüstung nötig und das Verfahren für die Eltern wie gesagt kostenlos ist. Ein Sonderpunkt ist hier noch die gerichtete Nabelschnurblutspende (z.B. für bereits kranke Familienangehörige), worüber aber normalerweise Ärzte schon im Vorfeld aufklären. (Unter http://www.nabelschnurblut.de/kliniken.html kann man eine Liste der Kliniken einsehen, in denen eine Nabelschnurblutspende möglich ist.)

  3. Das Blut aus der Nabelschnur wird auf eigene Kosten (die Krankenkassen übernehmen in der Regel weder die Kosten für die Entnahme noch für die Lagerung) bei einer privaten Nabelschnurblutbank für den eventuell später vorhandenen eigenen Bedarf des Kindes eingelagert.

    Während die kostenlose Spende von Nabelschnurblut häufig befürwortet wird, gibt es zu diesem letzten Punkt zahlreiche Diskussionen. Private Nabelschnurblutbanken werben damit, dass man mit der privaten Einlagerung des eigenen Nabelschnurbluts eine einzigartige Gesundheitsvorsorge für sein Kind treffen kann. Ob das tatsächlich so ist und den Kostenaufwand für die Eltern von ca. 2.000-2.500 Euro für 20-25 Jahre (je nach Nabelschnurblutbank) rechtfertigt, wird von vielen Ärzten diskutiert. Befürworter setzen zum Beispiel große Hoffnungen in die Fortschritte der Forschung.

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Nabelschnurblut einlagern - Ja oder nein?
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Nabelschnurblut einlagern - Ja oder nein?

Kritik

Als Kritikpunkte auf der anderen Seite werden unter anderem wiederum genannt, dass die Stammzellenforschung noch gar nicht so weit ist, eine klare Aussage darüber zu treffen, was mit eigenen Stammzellen aus Nabelschnurblut in welchem Alter des Kindes und bei welcher Erkrankung tatsächlich gemacht werden kann. Auch, ob die Menge der Stammzellen dann ausreichend wäre, ließe sich nicht sagen. Ebenso, wie lange die Stammzellen tatsächlich gelagert werden können, da Langzeitstudien dazu erst angelaufen sind. Des Weiteren wird kritisiert, dass bei manchen Krankheiten deshalb nicht auf eigene Stammzellen zurückgegriffen werden kann, da die Krankheit oft schon vor der Geburt in den Zellen angelegt sei.

Wie immer muss natürlich jeder für sich eine Entscheidung treffen, wobei manchmal schon die finanzielle Lage ausschlaggebend ist. Ansonsten ist es sicher für diejenigen, die sich umfassender informieren möchten, ratsam, nicht nur das Informationsmaterial von privaten Nabelschnurblutbanken zu lesen, sondern sich auch bei unabhängigeren Stellen wie Krankenkassen oder der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation e.V. zu erkundigen.

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