Nabelschnur

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Die Nabelschnur, "Standleitung" zu Mami.
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Die Nabelschnur, "Standleitung" zu Mami.

Für das ungeborene Kind ist die Nabelschnur lebenswichtig, versorgt sie doch über die Plazenta das Baby mit allen wichtigen Nährstoffen, die es für ein gesundes Wachstum braucht.

Das Tolle daran: Das Kind muss dabei nicht einmal atmen oder schlucken. Außerdem dient sie ihm als Spielzeug, um die lange Zeit in Mamas Bauch interessanter zu gestalten. Immer wieder zeigen Ultraschallbilder, wie Föten ab dem vierten Monat die Nabelschnur nutzen, um darauf herumzukauen, sich an ihr festzuhalten oder danach zu greifen.

Die Nabelschnur ist stark dehnbar

Ernsthaft kaputt machen, kann das Kleine hier aber nichts. Denn durch ihre Spiralform ist die Nabelschnur sehr dehnbar. Da sie von einer Sulzschicht überzogen ist, ist sie außerdem sehr glitschig. So dass sie, im Normalfall, sobald sich das Baby dreht und auf sie legt sofort wieder weggleitet und frei herum schwimmt.

Wie entsteht die Nabelschnur?

Die Grundlagen für die Nabelschnur werden bereits gelegt, wenn aus dem Ei eine Zellkugel entstanden ist, die sich in der Gebärmutter einnistet. Die Hülle des Embryos verwächst mit der Gebärmutterschleimhaut und bildet so die Plazenta. Darin bilden sich nach und nach kleine, mit Blut gefüllte Hohlräume, aus denen schließlich die Blutgefäße der Nabelschnur werden. Diese wird, wenn sie voll ausgebildet ist, zwischen 50 und 60 Zentimetern lang und hat einen Durchmesser von anderthalb bis zwei Zentimetern Dicke. Gleichzeitig entsteht aus den inneren Zellen der Kugel das Baby. Winzige vier Millimeter groß kann man Ende der vierten Schwangerschaftswoche bereits die ersten Strukturen des Fötus erkennen. Ab dem Moment, ab dem das kleine Herz zu schlagen beginnt, wird das Ungeborene über die Nabelschnur versorgt.

Für diese lebenswichtige Aufgabe ist die Nabelschnur ideal konstruiert: Ähnlich einem Schiffsseil mit verdrehten Kordeln sind in ihr drei Blutgefäße miteinander verschlungen. Über die weiche, dicke Vene wird das Baby mit sauer- und nährstoffreichem Blut versorgt. Die beiden Arterien sorgen für den Rücktransport des verbrauchten, sauerstoffarmen Blutes mitsamt allen Abfallstoffen in den Blutkreislauf der Mutter.

Und wo im Bauch ist die Nabelschnur befestigt?

Das eine Ende mündet in ein Netz feiner Verästelungen innerhalb der Plazenta. Hier sorgt eine dünne Membran dafür, dass das Blut gefiltert wird. Soll heißen, das mütterliche Blut vermischt sich nicht mit dem des Kindes. Aus gutem Grund: Streng genommen ist das Baby ein Fremdkörper für den mütterlichen Organismus. Käme ihr Immunsystem in direkten Kontakt mit dem Ungeborenen, würde es dieses mit seinen Abwehrzellen angreifen.

Das andere Ende der Nabelschnur führt zum Bauch des Babys und von dort aus führen die Blutgefäße weiter in Leber und Herz. Als Andenken an die eigene Zeit in Mamis Bauch und die lebenserhaltende Verbindung zu ihr tragen wir alle unseren Bauchnabel spazieren. Schwer vorzustellen, dass man einmal so einfach mit allem Nötigen versorgt wurde, oder?

Nabelschnur nach der Geburt

Unmittelbar nach der Geburt, wenn das Baby beginnt selbständig zu atmen, lässt der Blutstrom in der Nabelschnur schlagartig nach. Sie wird nun zweifach abgeklemmt und, nachdem sie aufgehört hat zu pulsieren, durchtrennt. Die rein physische Abnabelung von der Mutter ist demnach erfolgt. Dass die Nabelschnur ein sehr starkes Band ist, wird Vätern spätestens in diesem Moment klar. Es braucht nämlich viel Kraft, um das Baby vom Mutterkuchen zu trennen.

Zurück bleibt eine Wunde, auf der der Nabelschnurrest meist von selbst eintrocknet und nach etwa zehn Tagen abfällt. Am besten ist es, viel Luft an den Nabel kommen zu lassen, das Baby also so oft es geht, nackig strampeln lassen. Vorsicht mit der Windel! Diese darf den Nabel nicht bedecken.


[AKH]

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