Nabelbruch

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Auch der Bauchnabel ist sensibel
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Auch der Bauchnabel ist sensibel

Ist die Nabelschnur durchtrennt, bleibt am Bauch des Säuglings eine kleine Wunde zurück, bei der der verbleibende Nabelschnurrest eintrocknet, abfällt und schließlich verheilt.

Dies dauert in der Regel ein paar Tage, in denen der Nabel trocken gehalten und nicht an der Windel scheuern sollte. Danach hat der Nabel normalerweise seine Form gefunden und das Baby vorerst einmal seine Ruhe.

Es gibt allerdings auch Fälle, in denen Mütter beim Wickeln oder Baden des Babys weitere unschöne Entdeckungen am Bauchnabel machen. Auch wenn dieser eigentlich längst verheilt ist. Viele Mütter reagieren erschrocken, wenn Babys Nabel plötzlich die doppelte oder dreifache Größe hat und sich am Bauch hervorwölbt. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Nabelbruch.

10% sind davon betroffen

Zehn Prozent aller Babys kommen mit einem Nabelbruch (Hernie) auf die Welt. Er entsteht, wenn sich die Durchtrittsstelle der Nabelschnur am Bauch des Babys nicht mit der Bauchwand verwächst und stattdessen eine Lücke in der Bauchwandmuskulatur zurückbleibt, durch die sich dann Teile der Eingeweide in einem sogenannten Bruchsack nach außen stülpen. Dies ist dann die etwa kirschgroße Wölbung, die Du auf dem Bauch Deines Babys erkennen kannst.

In 80% der Fälle bildet er sich zurück

Diese sieht natürlich weder schön noch gesund aus, ist aber erst einmal kein Grund zur Sorge, da sich Nabelbrüche mit einer kleinen Bruchlücke in 80 Prozent der Fälle innerhalb der ersten vier Lebensjahre von allein zurückbilden. Dies wird Dir Deine Hebamme oder behandelnder Arzt bestätigen. Zwar kann es bei einem Nabelbruch zu Beschwerden und Einklemmungen kommen, diese sind bei Kindern aber sehr selten. Ist es nach vier Jahren allerdings zu keinem Verschluss der Lücke gekommen, ist meist auch nicht mehr damit zu rechnen. Es steigt die Wahrscheinlichkeit einer Einklemmung, bei der sich die Eingeweide nicht mehr durch den Spalt in den Bauchraum drücken lassen. Hier kann es dann im schlimmsten Fall zum Absterben des eingeklemmten Gewebes kommen, was in der Folge zu einem Darmverschluss oder einer Bauchfellentzündung führen kann. Ein kleiner operativer Eingriff, bei dem die Darmschlingen zurück in den Bauchraum geschoben werden und der Bruchsack entfernt und mit selbst auflösenden Fäden vernäht wird, schafft aber Abhilfe. Dabei bleibt der Nabel selbst unverändert erhalten, muss also nicht "aufgeknotet" werden.

Die Operation

Die sehr risikoarme OP dauert ungefähr 20 bis 30 Minuten und wird in Vollnarkose durchgeführt. Das Kind spürt also nichts. Natürlich wird vorher vom Arzt die Narkosefähigkeit festgestellt. Ist die Narkose ein Risiko, muss die OP eventuell verschoben werden. Hier ist es wichtig, dass Dein Kind sechs Stunden vor dem Eingriff nüchtern bleibt, also weder isst, noch trinkt oder Kaugummi kaut.

Ist die OP überstanden, lässt die Narkose schnell wieder nach und das Kind ist wieder ansprechbar und munter. Bis es fit genug für den Heimweg ist, muss es aber noch ein Weilchen unter Beobachtung stehen, auch bei einer ambulanten OP. Auch zu Hause muss 24 Stunden nach dem Eingriff immer eine Aufsichtsperson anwesend sein. Zur Schmerzlinderung kannst Du normale Schmerz-Fiebermittel nehmen.

Worauf solltest Du nach der OP achten

Achte darauf, dass in den ersten Tagen kein Wasser an die Wunde kommt und dass sich Dein Kind auch in den kommenden Wochen körperlich schont – sofern das irgendwie möglich ist. Abhängig vom Heilungsprozess sagt Dir dann der Arzt, wann das Kind wieder in den Kindergarten oder in die Schule gehen darf. Den Termin für die Kontrolle erhältst Du bereits am Tag der OP gesagt. Bekommt das Kind allerdings vorher Fieber, hat es starke Schmerzen oder ist der Wundbereich stark gerötet, heißt es allerdings ab zum Arzt. Hast Du Zweifel am Gesundungsprozess, lassen sich viele Fragen auch telefonisch mit der Arztpraxis klären.[AKH]

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