Mögliche Ursachen einer Totgeburt

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Totgeburt: Selten dank Prävention
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Totgeburt: Selten dank Prävention

Stirbt in einem späten Stadium der Schwangerschaft unerwartet das Kind vor oder bei der Geburt, stehen die betroffenen Eltern meist vor einem Abgrund.

Vor allem jenseits der 24. Schwangerschaftswoche rechnen viele kaum noch mit dieser Möglichkeit. Doch auch wenn Totgeburten in Ländern mit guter medizinischer Versorgung sehr selten sind, kommen sie in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Skandinavien bei etwa 3 bis 5 von 1000 Geburten vor. Als Ursachen für den Kindstod können verschiedene Faktoren in Betracht kommen.

Wann spricht man von einer Totgeburt?

Als Totgeburt gilt ein Kind mit einem Geburtsgewicht von mehr als 500 Gramm, das im Fall einer normalen Frühgeburt eventuell bereits außerhalb des Mutterleibes lebensfähig gewesen wäre. Eine Totgeburt ist daher auch meldepflichtig und das verstorbene Kind muss bestattet werden.

Der Unterschied einer Fehlgeburt zur Totgeburt

Im Gegensatz zu vielen Fehlgeburten muss sich eine Totgeburt nicht unbedingt durch Blutungen und Unterleibsschmerzen ankündigen. Vorzeitige Wehen und abgehendes Fruchtwasser hingegen kündigen meist eine drohende Frühgeburt an, die für das Kind gefährlich, aber dank moderner Frühgeborenenversorgung ab dem 6. Monat nicht mehr unbedingt tödlich sein muss. Bemerkt eine werdende Mutter hingegen ein mehrstündiges Ausbleiben der Kindsbewegungen, sollte sie sich umgehend mit ihrem Arzt in Verbindung setzen. Manche Kinder können noch durch ein frühzeitiges Einleiten der Geburt gerettet werden, daher ist Eile geboten.

Die Ursachen einer Totgeburt

Mögliche Ursachen einer Totgeburt können unter anderem sein:
  • Nabelschnurtod (Nabelschnur um den Hals oder Nabelschnurknoten)
  • Plazenta-Insuffizienz und daraus resultierende Mangelversorgung des Ungeborenen
  • Vorzeitige Plazentaablösung (die zum Beispiel durch eine zu kurze Nabelschnur oder ein durch Gewalteinwirkung auf die Bauchdecke verursachtes Trauma verursacht werden kann)
  • Genetische Schäden, zum Beispiel bei Chromosomendefekten wie Trisomie 13 oder Trisomie 18
  • Körperliche oder organische Fehlbildungen, die bereits im Mutterleib oder bei der Geburt zum Tod führen
  • Einwirkung von Giften oder radioaktiver Strahlung
  • Rhesusunverträglichkeit von Mutter und Kind:
    Weist das Blut der Mutter einen negativen Rhesusfaktor auf, kann es sein, dass ihr Körper ein Kind mit einem positiven Rhesusfaktor, also einer abweichenden Blutstruktur, als Fremdkörper betrachtet und Antikörper entwickelt. Dieser Faktor führt in Ländern mit guter Schwangerschaftsvorsorge kaum noch zum Tod des Kindes, da werdenden Müttern zu Beginn der Schwangerschaft standardmäßig Blut abgenommen wird. Wird ein negativer Rhesusfaktor festgestellt, kann man bei der Geburt ein Mittel spritzen, dass die Bildung der gefährlichen Antikörper hemmt.
  • Bauchhöhlenschwangerschaft - hierbei handelt es sich um eine seltene Form der Extrauteringravidität, bei der sich der Fötus nicht innerhalb der Gebärmutter sondern im Bauchraum entwickelt. Normalerweise wird eine solche Form der Schwangerschaft mit Rücksicht auf die Lebensgefahr für die Schwangere vorzeitig beendet. In seltenen Fällen, bei denen die Schwangerschaft zu spät entdeckt wurde, muss das Baby per Kaiserschnitt entbunden werden.
  • Antiphospholipid-Syndrom (APS) - dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung der Mutter, bei der Antikörper gegen Phospholipoide gebildet werden, was eine erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes mit Thromboseneigung und gehäuften Fehlgeburten zur Folge hat.
  • Mehrlingsschwangerschaften mit Tod von einem der Kinder vor oder bei der Geburt
  • Eklampsie oder HELLP-Syndrom als Formen der gefährlichen Schwangerschaftskomplikation
  • Psychosoziale Faktoren wie Krieg, Vertreibung oder sonstige Situationen von Extremstress
  • Ungeklärte Ursachen: Das Risiko für Totgeburten aus ungeklärten Gründen liegt tendenziell höher bei Frauen über 35, niedrigem Sozialstatus, starkem Zigarettenkonsum, ungenügender Schwangerschaftsvorsorge oder Schwangerschaft nach einer künstlichen Befruchtung.
  • Stresssituationen können beim Fötus Mangelversorgung und einen vorzeitigen Abgang von Stuhl herbeiführen. Wenn der Fötus diesen aspiriert (verschluckt), kann das zum Tod führen. Anzeichen hierfür ist eine Grünfärbung des Fruchtwassers.

Wehenfördernde Mittel wenn der Tod festgestellt wurde

Wurde der Tod des Fötus vom Arzt unwiderruflich festgestellt, sollte so rasch wie möglich die Geburt mit wehenfördernden Mitteln eingeleitet und das Kind auf vaginalem Wege geboren werden, um weitere Komplikationen für die Mutter zu verhindern.

Was im Einzelnen wehenfördernd ist erfährst Du in unserem Beitrag Was wirkt wehenfördernd?.

[BS]

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