Erste Anzeichen für einen Milchstau sind eine druckempfindliche Stelle, die sich zu einem regelrechten Knötchen entwickeln kann, das beim Anfassen schmerzt. Die Brust ist zudem gespannt, übermäßig prall und die Haut an der betroffenen Stelle eventuell leicht gerötet. Dazu kommen grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Gliederschmerzen oder ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Auch Massagen können Abhilfe bringen. Dazu am Brustansatz beginnen und in Richtung der Brustwarze in kreisenden Bewegungen massieren.
Wärmende Kompressen, warme Duschen oder eine Wärmflasche vor dem Stillen unterstützt den Milchflussreflex und fördert somit die Auflösung des Milchstaus.
Nach dem Stillen sollte dann eine Kühlung erfolgen zum Beispiel mit Hausmitteln wie Quarkumschlägen oder Reiterspitzwickeln. Bei diesen Methoden ist es unbedingt wichtig die Brustwarze vom Wickel auszusparen, sonst trocknet sie aus und wird schnell wund. Alternativ kann man einfach ein Krautblatt in den BH legen, so dass die betroffene Stelle damit bedeckt ist. Diese Mittel bremsen die Milchbildung auf sanfter Weise, so dass die Brust Zeit hat sich zu erholen, ohne dass das Baby verhungern müsste.
Manche Frauen schwören auf Heilmittel wie Echinacea, Lezithin und Vitamin C. Mit Schmerzmitteln sollte sparsam umgegangen und vorher ein Arzt konsultiert werden.
Wenn sich trotz verschiedener Behandlungsmethoden nach 24 Stunden keine Besserung zeigt, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen, da es sich um eine Brustentzündung handeln kann. Grund hierfür sind Bakterien, zumeist der Styaphylokokken- Familie zugehörig, die in die Brust gelangt sind. Die Symptome sind nahezu identisch wie bei einem Milchstau. Zur Feststellung einer Mastitis wird die Anzahl weißer Blutkörperchen und Bakterien in der Muttermilch untersucht. Die Therapie ist ebenfalls ähnlich wie bei einem Milchstau, zusätzlich werden jedoch Antibiotika zur Behandlung eingesetzt.
[LL]