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Milchfluss in der Schwangerschaft

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Stillen ist die Beste Wahl für Baby

Schon sehr früh in einer Schwangerschaft beginnt sich die weibliche Brust auf ihre bevorstehende Aufgabe, die Ernährung eines Babys, einzustellen.

Einige Frauen bemerken bereits in den allerersten Schwangerschaftswochen ein Spannungsgefühl in den Brüsten, was für manche überhaupt das erste Anzeichen einer bestehenden Schwangerschaft ist. In späteren Monaten, nachdem die Brust sich bereits deutlich vergrößert hat, tritt oftmals erste Flüssigkeit aus den Brustwarzen aus. Ist das schon die richtige Milch, fragen sich dann viele Frauen. Und wenn ja, warum bildet sie sich schon in der Schwangerschaft?

Der Milchfluss

Trotzdem haben viele Frauen schon ab dem fünften oder sechsten Monat regelmäßigen Milchfluss. Bei manchen sind es nur einige, wenige Tropfen, andere laufen regelrecht über und müssen Stilleinlagen im BH benutzen. Der Ausfluss dieser so genannten Vormilch (Kolostrum) ist unbedenklich und zeugt lediglich davon, dass die Brust sich auf die Stilltätigkeit vorbereitet.

Die Vormilch hat keinen Einfluss auf die Milchproduktion

Ob in der Schwangerschaft Vormilch austritt oder nicht und in welchem Umfang diese produziert wird, hat keinen Einfluss auf die spätere Milchproduktion in der Stillzeit. Wird das Baby nach der Geburt zum ersten Mal angelegt, stimuliert der Saugreflex den Milchfluss der Mutter.

Die zu Anfang produzierte „Vormilch“ ist übrigens noch keine richtige Milch, sondern eher eine gelbliche, etwas zähe Flüssigkeit, die sehr eiweißreich ist und wichtige Immunstoffe für das Kind enthält. Je häufiger das Baby an der Brust angelegt wird, desto stärker ist die Milchproduktion. Bei manchen Frauen genügt bereits das Weinen eines Babys oder der Gedanke an das eigene Kind, um den Milchfluss in Gang zu bringen.

Milchproduktion ist auch ohne Schwangerschaft möglich

Stillen ist übrigens auch unabhängig von einer Schwangerschaft oder Geburt möglich, zum Beispiel wenn eine Frau ein fremdes Kind stillen möchte. Bei dieser so genannten „Induktion der Milchbildung“ wird durch dauerhafte, mechanische Stimulation der Brustwarzen die Ausschüttung der für die Milchproduktion und den Milchfluss zuständigen Hormone Prolaktin und Oxyticin in Gang gebracht. Je nach Frau kann nach einigen Tagen oder auch erst einigen Monaten auf diesem Wege Milch gewonnen werden. Bei Frauen, die schon einmal schwanger waren, kann der Milchfluss auf diese Weise schneller ausgelöst werden.


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quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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