Menstruationstassen & Co.: Alternativen zu Binden und Tampons

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Die Menstruationstasse: Für viele Frauen eine Alternative zu Tampons.
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Die Menstruationstasse: Für viele Frauen eine Alternative zu Tampons.

Die besten Methoden für eine hygienische Menstruation

Die meisten Frauen möchten auch während ihrer Menstruation nicht in ihrem gewohnten Leben eingeschränkt sein. Dabei ist wichtig, dass die Hilfsmittel, die wir zum Auffangen der Blutungen nutzen, uns nicht behindern, aber doch genug Schutz bieten, um nicht in peinliche Situationen zu kommen.

Dazu haben wir vier Hilfsmittel, darunter auch die Menstruationstasse, unter die Lupe genommen. Wo liegen die Vor- und wo die Nachteile?

Lesetipp: Zehn typische Mentruationsbeschwerden - und was am besten hilft.

Binden und Slipeinlagen

Binden und Slipeinlagen bieten für Frauen wohl das vielfältigste Angebot in Größe, Form und Saugfähigkeit. Somit ein klarer Vorteil, denn sie ermöglichen uns, individuell, je nach Stärke der Blutungen, zu variieren.

Besonders bei starken Blutungen oder in der Nacht wählen viele Frauen Binden mit einer höheren Saugfähigkeit. Nachtbinden sind zudem häufig auch länger als normale Binden, was dafür sorgt, dass die Blutungen auch dann noch von der Binde aufgefangen werden, wenn die Frau liegt. Seitliche Flügel an den Binden sollen verhindern, dass beim Verrutschen der Rand des Slips Blut abbekommt.

Auch die Oberflächenbeschichtung der Binden ist unterschiedlich. Manche bieten eine Art weiches Kunststoffnetz, durch das das Blut direkt ins Innere der Binde umgeleitet wird und damit nicht so sehr an der Scheide anhaftet. Nachteil dieser Binden ist, dass sie auch schneller einen nicht besonders angenehmen Geruch entwickeln können. Vor allem dann, wenn sie den Wochenfluss nach der Geburt aufnehmen sollen.

Die Vorteile der Binden sind, dass die Blutungen ungehindert abfließen können und sich das Blut, wie von vielen Frauen befürchtet, "stauen" kann. Die Nachteile liegen im Tragekomfort. Denn je nach benötigter Größe, empfinden einige Frauen es unangenehm, Binden im Slip zu tragen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die gesamte Scheide äußerlich auch mit dem abfließenden Blut in Kontakt kommt und so mehrfach am Tag gewaschen werden sollte.

Tampons

Auch Tampons gibt es in unterschiedlichen Größen und Saugstärken. Je nachdem, wie stark die Blutung ist, können Frauen zwischen verschiedenen Arten Wählen. Der Tampon wird möglichst tief in die Scheide eingeführt, was entweder mit den Fingern geschieht oder durch Einführhülsen. So wird die Blutungen aufgefangen, bevor sie in den Slip fließt. Über einen Rückholfaden, an dem man zieht, ist der Tampon recht einfach wieder zu entfernen.

Vorteil des Tampons ist, dass die Frau während der Menstruation keine äußerlichen und durch die Kleidung vielleicht sichtbaren Hilfsmittel tragen muss. Da ein gut sitzender Tampon nicht spürbar ist, fühlt sie die Frau auch während der Tage meist in allen Bewegungen völlig uneingeschränkt.

Nachteile des Tampons können entstehen, wenn sie nicht regelmäßig und häufig genug gewechselt werden. Das aufgesaugte Sekret ist ein bevorzugter Nährboden für Bakterien, die sich rasch vermehren und somit kann ein vergessener Tampon sogar zu einem toxischen Schock führen, bei der der gesamte Körper der Frau Vergiftungssignale sendet. Dies ist allerdings sehr selten der Fall. Dennoch liegen in den Verpackungen Informationen zu dem sogenannten toxischen Schocksyndrom, kurz TSS, um Frauen auf mögliche Warnsignale aufmerksam zu machen.

Lesetipp: Hier erfährst Du, warum Frauen menstruieren.

Die Menstruationstasse

Noch ist die Menstruationstasse nicht jeder Frau bekannt und birgt, durch ihren Namen, eine vielleicht etwas verfremdete Vorstellung. Es handelt sich dabei nicht um ein starres Behältnis, sondern um ein weiches, biegsames Material, das ähnlich einer kleinen Schale geformt ist. Diese wird, mit der offenen Seite nach oben, leicht zusammen gedrückt und, wie auch das Tampon, möglichste tief in die Scheide eingeführt. Dort entfaltet sie sich und sitzt so sicher im Inneren. Sie fängt das Blut auf und wird über einen kleinen Stiel am Boden wieder herausgezogen. Das Blut wird nun entleert, die Tasse unter fließendem Wasser gereinigt und anschließend wieder eingeführt.

Der Vorteil der Menstruationstasse liegt, wie auch beim Tampon, darin, dass Blutungen bereits im Inneren des Körpers aufgefangen werden. Durch die Wiederverwendbarkeit der Menstruationstasse, reduziert sich die Abfallmenge, die sonst durch Einwegprodukte entsteht. Zudem bleibt die natürliche Scheidenflora erhalten und die Schleimhaut wird nicht ausgetrocknet. Das macht die Tasse vor allem für Frauen attraktiv, die immer wieder unter Pilzinfektionen leiden.

Als Nachteil ist jedoch zu sehen, dass die immer und immer wieder verwendete Menstruationstasse, regelmäßig gereinigt werden und in regelmäßigen Abständen auch abgekocht werden muss, damit die hygienisch bleibt. Auch das Einführen und Entleeren wird von vielen Frauen als umständlich empfunden. Viele berichten davon, dass sich die Tasse stark festgesaugt hat und nur schwer wieder zu entfernen war. Allerdings schwören viele Frauen auch auf den kleinen Helfer. Hier ist der Tipp: Ausprobieren.

Der Soft-Tampon

Als Soft- oder auch Schwimmtampon bezeichnet man einen kleinen Kunststoffschwamm, der, wie auch ein Tampon, tief in die Scheide eingeführt wird. Dabei sollte er, optimaler Weise, direkt am Muttermund liegen, den er, mit seiner Breite, abdeckt. Entwickelt wurden Soft-Tampon, um Frauen leichter zu ermöglichen, auch während der Menstruation schwimmen zu gehen. Da der Soft-Tampon keinen Rückholfaden besitzt, besteht auch keine Gefahr, dass der Faden aus dem Bikini herausschaut.

Ein weiteres Anwendungsgebiet findet der Soft-Tampon beim Sex während der Menstruation. Da Soft-Tampons sehr weich und flexibel sind, werden sie beim Geschlechtsverkehr weder vom Mann noch von der Frau als störend empfunden.

So vorteilhaft sich dies auch anhört, sollte ein Soft-Tampon nicht dauerhaft genutzt werden. Durch den fehlenden Rückholfaden ist das Einsetzen und Entfernen nur manuell möglich, was die Gefahr des Einbringens von Bakterien mit sich bringt. Die Anschaffungskosten für Soft-Tampons sind zudem weit höher als für normale Tampons. Außerdem ist die Blutmenge, die sie aufnehmen können, im Gegensatz zu normalen Tampons, wesentlich geringer. Hier kann es eher mal passieren, dass ein "Unglück" passiert. Wie normale Tampjs auch, sollte die Softvariante nicht zu lange im Körper verbleiben, da auch hier die Gefahr für das TSS besteht. [SyKo]

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