Mein Mann, der Schwangerschaftstest

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Wenn der Mann die Schwangerschaft vor der Frau bemerkt!
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Wenn der Mann die Schwangerschaft vor der Frau bemerkt!

Immer wieder beschweren sich Frauen, wie unsensibel ihre Männer in der Schwangerschaft sind  - und ich fühle mit ihnen.

Allerdings nicht aus eigener Erfahrung, sondern weil ich ihnen von Herzen gönnen würde, einen Partner zu haben, der zumindest versucht, die gesamte Schwangerschaft mit zu erleben - bewusst oder unbewusst: So, wie es mein Mann getan hat!

Ganz frisch wuchs er in die Rolle des werdenden Vaters hinein, als Emily, unser erstes gemeinsames Kind, sich ankündigte. Neben all der Panik, ob er mit seinen 36 Jahren schon reif genug für die Vaterrolle sei, litt er in den ersten Monaten auch körperlich vor sich hin und hatte vor allem die Übelkeit zu bekämpfen, die mir fehlte. Ich gebe zu, diese Magenprobleme wurden eher von der Angst verursacht, die gleichzeitig Schweißausbrüche am ganzen Körper verursachte, wenn er von der Arbeit kam und meine ebenfalls schwangere Tochter Jessi und mich zwischen Bergen von Babykatalogen, die im ganzen Wohnzimmer meterhoch gestapelt waren, kaum orten konnte. Kaum saß er in greifbarer Nähe, eröffneten wir die Jagd auf ihn und keilten ihn ein. Jede mit einem weiteren Stapel Kataloge bewaffnet, redeten wir wild auf ihn ein und wollten wissen, welcher Baldachin, welcher Fußsack oder welche Tapete ihm denn besser gefiele.

Im Nachhinein muss ich zugeben, dass wir erbarmungslos waren und sein Anblick, wie er da ängstlich und blass auf den Polstern hockte, um sein Leben durch immerwährendes Nicken zu retten, hätte im nicht-schwangeren Zustand sicher Mitleid in uns erregt. Aber wir waren im Ausnahmezustand, wie es nur schwangere Frauen sein können. Mit Fachlektüre gingen wir ins Bett und wachten mit selbiger auf, um schnellstmöglich wieder in die nächsten Kataloge einzutauchen. Achims Unwort des betreffenden Jahres war "Baby". Doch dann kam die Wende: Von einem Tag auf den nächsten identifizierte er sich plötzlich mit der bevorstehenden Rolle und war von nun an nicht mehr zu bremsen. Nun schleppte er noch mehr Kataloge heran und bestand bei jedem Paar Söckchen und jedem Hemdchen darauf, zuvor sein Einverständnis geben zu dürfen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die anfängliche Wendung nicht ein verzweifelter Versuch war, uns lediglich mit gleichen Waffen zum Schweigen zu bringen.

Schließlich war er doch noch so sehr in seiner Rolle, dass ich mich gar nicht traute, eigene Schwangerschaftsbegleiterscheinungen zu entwickeln. Die Übelkeit legte er akkurat nach der 12. Woche ab, dafür setzten seine Heißhungerattacken ein. Kiloweise Weingummi, es musste eine ganz bestimmte Sorte sein, wanderte Nacht für Nacht in seinen Schlund. Ich ertappte ihn sogar dabei, wie er diese Süßigkeiten mehr schlafend als wach in sich hineinstopfte.

Sein größte Leidenschaft jedoch waren die Tomaten. Pro Tag mindestens 1kg verschwand in meinem Mann und ich schüttelte oft nur den Kopf "Sollte ICH nicht zusätzlich Folsäure zu mir nehmen...?".

Mit Emmys Geburt waren alle Schwangerschaftssymptome meines Mannes dann zunächst einmal schlagartig verschwunden, obwohl ich manchmal doch noch heimlich beobachtete, ob er sich nicht vielleicht an die spannende Brust fasst und diese zur Erleichterung reibt.

Sieben Monate später jedoch wurde mein Mann auf einmal 'krank'. Urplötzlich überfielen ihn Fressattacken, die mehr als seltsam waren. Nicht nur, dass er einen Direktliefervertrag mit seinem Lieblingsweingummihersteller zu haben schien, nein, plötzlich lief er auch noch ständig mit halbierten Avocados herum, die er im Stehen, Sitzen und Laufen genüsslich auslöffelte. Die Schalen fanden wir überall. Im Bücherregal, im Kühlschrank oder auch vor der CD-Sammlung. Tadelnde Blicke kommentierte er nur mit einem verzweifelten Schulterzucken: "Ich hatte so Hunger, wollte mir die nächste holen, da hab ich wohl vergessen, die Schale wegzuwerfen. Weiß auch nicht, irgendwie bin ich zur Zeit ziemlich durcheinander und vergesslich."

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In Bezug auf die Ernährung während der Schwangerschaft stellen sich die betroffenen Frauen oft eine Vielzahl von Fragen. Im Mittelpunkt des Interesses steht hierbei die Fragestellung, ob ich ungehemmt schlemmen darf, jetzt wo ich doch für zwei esse. Und wie viel darf ich überhaupt zunehmen? Um dies beantworten zu können, muss man das Gewicht vor der Schwangerschaft betrachten.
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