Eine lustige laterne für St. Martin
Gerade in der Herbstzeit ist es für Kinder ein besonderes Erlebnis, in der beginnenden Dunkelheit 'Laterne zu gehen'. Mit Stolz tragen die Kleinen ihre phantasievollen Laternen vor sich, vorsichtig, als gelte es einen kostbaren Schatz zu hüten. Diese Freude überträgt sich auch auf uns Eltern und gern möchten wir unseren Kindern jedes Jahr eine neue, tolle Laterne geben, vielleicht sogar zusammen mit ihnen basteln, doch nicht jede Technik erlaubt, fast jede Figur als Laterne nachzubilden.
Durch die Kreativität einer Mamiweb-Mami, AnnaLuisaPüppi, die uns tatkräftig bei der Erstellung dieses Artikels unterstützte, können wir nun eine einfache, aber überaus wirkungsvolle Technik zum Laternenbasteln vorstellen.
Das benötigen wir:
- Tapetenkleister
- Luftballon
- weißes Pergamentpapier (Butterbrotpapier)
- Seidenpapier in den entsprechenden Farben unseres Motivs
- Pinsel zum Auftragen des Leims
- Schere oder Cuttermesser
- Kleber oder Heißleim
- Draht
- Laternenstab
- elektrisches Laternenlicht oder Knicklicht aus Phosphor
- zum Ausdekorieren entsprechend farbigen Tonkarton, Pfeifenreiniger, Moosgummi, Wackelaugen, Eierkarton, Stifte,... Je nachdem, welches Motiv wir, auf welche Weise basteln möchten
Anleitung:
Ein Luftballon wird in der gewünschten Laternengröße aufgeblasen und gut verknotet. Je nachdem, welche Form das Motiv hat, eignen sich birnenförmige Luftballons für Pilze oder Fische und eher runde Ballons für Sonne oder Mond. Mit angerührtem Tapetenkleister wird nun in Stücke gerissenes Butterbrotpapier auf den gesamten Luftballon geklebt. Das Butterbrotpapier verleiht später der fertigen Laterne zusätzliche Stabilität. Dabei sollten keine Lücken bleiben und das Papier darf gern auch überlappen.
Jetzt das Ganze gut trocknen lassen, um eine gute Grundierung für den nächsten Arbeitsschritt zu bekommen. Zum Trocknen kann der beklebte Luftballon an einer Schnur aufgehängt werden.
Im nächsten Arbeitsschritt nehmen wir nun Seidenpapier in der gewünschten Farbe unseres Motivs. Bei einer Sonne eignet sich da sicher ein leuchtendes Gelb, während ein Schweinchen lieber in Rosa erstrahlt.
Auch hier reißen wir zuvor das Seidenpapier in etwa gleich große Stücken, die wir dann deckend und auch überlappend, mit Tapetenkleister, auf das Butterbrotpapier kleben. Wichtig ist, dass dabei keine Lücken bleiben, aber man sollte auch nicht zu viele Schichten Seidenpapier übereinander anbringen, da mit jeder Schicht das Licht der Laterne dunkler wirkt. Zum Schluss noch einmal alles mit Tapetenkleister überstreichen, um auch alle Ecken der Seidenpapierfetzen fest anliegend zu fixieren. Jetzt wieder gut trocknen lassen.
Während der Ballon nun trocknet, bereiten wir die Ausdekoration vor. In unserem Beispiel wollen wir eine Sonne machen, daher Schneiden wir die spitzen Trennpappen aus eine Eierkarton aus. Sie dienen uns später als Strahlen und werden in einem passenden Gelb- oder Glitzerfarbton angemalt. Auf gelben Tonkarton zeichnen wir ein lustiges, freundliches Gesicht und versehen es vielleicht sogar mit Wackelaugen.
Nun nehmen wir den getrockneten und beklebten Luftballon und schneiden vorsichtig die Öffnung der Laterne heraus. Der Luftballon verliert durch das Aufschneiden seine Luft und löst sich größtenteils bereits vom Butterbrotpapier. Die Stellen, an denen er kleben bleibt, ziehen wir nun vorsichtig ab und entfernen so die Reste des Ballon. Der Körper der Laterne ist damit bereits so gut wie fertig.
Im nächsten Schritt bringen wir mit Kleber oder Heißleim das Gesicht der Sonne an, sowie die Strahlen aus dem Eierkarton. Zum Schluss formen wir aus Draht noch die Halterung für den Laternenstock und bringen diesen an. Das kann durch Leimen geschehen, besseren Halt hat der Draht jedoch, wenn man die beiden Enden durch kleine Löcher im Laternenkörper fädelt.
Soll es als Motiv keine Sonne, sondern beispielsweise eine Figur mit Armen und Beinen sein, können wir diese aus Papier, das wir im Ziehharmonikastil falten oder Pfeifenreinigern anfertigen. Nach Belieben kann aus dem Laternenkörper auch kleine Stern, Herzen oder Kreise herausgeschnitten werden, die von der Innenseite mit einem dünnen Stück Seidenpapier beklebt werden. Dies schafft zusätzliche Lichteffekte.
Und nun wird nur noch ein elektrisches Laternen- oder Knicklicht aus Phosphor in die Laterne gehängt, schon kann es losgehen, zu einem gemütlichen Abendspaziergang mit Laterne und einem stolzen Kind.
[SyKo]
Laterne: Pilze (Foto: Anja Krüger)
1 von 4
Kommentare
1
der ist ja süß der Pilz, den würd ich mir glatt im Herbst als Deko aufhängen. Wenn ich nur nicht 2 soooo linke Hände hätte...
von Chrissi1410 am 28.04.2011 21:11
2
Hallo! Ich war heute zum Laternenumzug in der Kita! Der war schon ewig geplant und es renete in Strömen...........
Was tun, es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung!
Aber bei ner Laterne, die halt nicht 99Cent im Supermarkt gekostet hat, sondern viel Arbeit und ja auch viel Liebe der Kids, sieht man den Regen nicht so positiv!
Hier mein Tip: Man nehme einfach ne durchsichtige Tüte (unsere war vom Bäcker) wickelt die Laterne ein und so hats Kind Spaß und die Laterne überlebt das olle Wetter!
von AnnaLuisaPüppi am 04.11.2010 19:35
3
Ich habe mit unserer Großen die letzten Jahre immer \"zusammen\" eine Laterne in der Krabbelgruppe oder im Spieltreff gebastelt. Seit Anfang des Jahres geht sie in den Kindergarten, dort hat sie ihre Erste Laterne zusammen mit einer Erzieherin gebastelt - darauf ist sie sehr stolz. Die Laternen der letzten Jahre haben wir aufgehoben, sodass ich eine dieser Kreationen für meinen Sohn verwenden werde und nächstes Jahr werden wir dann auch zusammen in der Krabbelgruppe beginnen zu basteln.
von Gelöschter Benutzer am 01.11.2010 11:28
» Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb