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Legasthenie – Förderung und Therapie



Theraphiemöglichkeiten bei Legasthenie
Bei Legasthenie gibt es vielfache Theraphiemöglichkeiten

Eine Therapie sollte bei Legasthenie ganzheitlich ausgerichtet sein und auf das Kind abgestimmt werden. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Legasthenie so früh wie möglich festgestellt und anerkannt wird. Auch die Familie spielt eine zentrale Rolle, sie kann den betroffenen Kindern Rückhalt und Zuflucht bieten.



Die Eltern müssen ihre Kinder trotz der schlechten Leistungen beim Schreiben immer wieder motivieren und in ihren Bemühungen bestätigen. Allzu quälendes Üben bringt jedoch keinen Erfolg. Es nutzt weder den Eltern noch den Kindern etwas, sie wegen ihrer Schwäche unter Druck zu setzen.





Die Rolle der Eltern

Zunächst sollten die Eltern mit ihren Kindern über die Legasthenie sprechen. Das Kind muss sachte an die neue Situation herangeführt werden und begreifen, wie es seine Situation verbessern kann. Wichtig ist, sich selbst und dem Kind klar zu machen, dass es keine kurzfristigen Erfolge geben wird, sondern dass es langfristig an einer Verbesserung arbeiten muss.

Hier einige Tipps für den Umgang mit Kindern, die an Legathenie leiden: 

  • Lesen ist wichtiger als Schreiben, denn Lesekompentenz ist für alle Schulfächer von Bedeutung. Bei der Rechtschreibung kann man sich z.B. mit Rechtschreibprogrammen am Computer helfen.
  • Das Lernen sollte spielerisch erfolgen, hierzu gibt es geeignete Gesellschaftsspiele.
  • Die Erfolge sollten im Mittelpunkt stehen, Misserfolge sollten nicht fokussiert werden.
  • Das Kind braucht Selbstvertrauen, hierbei sollten die Eltern unterstützend eingreifen.
  • Die Kinder müssen lernen, strukturiert zu arbeiten, beispielsweise indem sie zum Hervorheben bestimmter Begriffe Farben verwenden. Des Weiteren sollten sie nur mit überschaubaren Stoffeinheiten arbeiten und Diktate mithilfe von Lernwörtern üben.
  • Die Lautgebärdensprache hilft beim Üben der Buchstaben.
  • Beim Lesen stets neue Texte verwenden, denn Kinder lernen schnell auswendig. Außerdem Fragen zum Inhalt der Texte stellen.
  • Wenn Eltern ihre Kinder zu Hause fördern möchten, brauchen sie genügend Zeit, um über einen längeren Zeitraum mit ihren Kindern üben zu können. Auf jeden Fall sollten Eltern eng mit den Therapeuten und Lehrern zusammenarbeiten. Sie müssen das Problem ihres Kindes verstehen und aus einer gewissen Distanz betrachten, ansonsten kann das Üben sehr schnell in Frustration enden.

    Nicht alle Eltern sind als (Co-)Therapeuten geeignet. In diesen Fällen ist es besser, die Förderung an einen Außenstehenden abzugeben und die Kinder innerhalb der Familie Halt und Zuneigung spüren zu lassen.

    Hilfe für die Suche nach Therapiemöglichkeiten geben die Landesverbände des Bundesverbands für Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (siehe Linkbox).



    In diesem Artikel:

    Seite 1: Die Rolle der Eltern in der Förderung von Legasthenie
    Seite 2: Die Rolle der Schule in der Förderung von Legasthenie


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