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Laktoseintoleranz



Laktoseintoleranz
Foto: mamiweb.de
Laktoseintoleranz
Allgeimen

Von Laktoseintoleranz (Milchunverträglichkeit) spricht man, wenn Dein Kind gegen den Milchbestandteil Laktose (Milchzucker) eine Unverträglichkeit aufweist. Das heißt, der Milchzucker kann im Verdauungstrakt nicht gespalten werden. Laktoseunverträglichkeit ist in der westlichen Welt sehr weit verbreitet, wobei der Schweregrad der Erkrankung individuell stark variiert.

Ursachen

Die Ursache für eine Laktoseintoleranz ist der Mangel des Enzyms Laktase. Dieses Enzym befindet sich normalerweise in der Dünndarmschleimhaut und wird benötigt, um den Milchzucker in die Einzelbestandteile (Glukose und Galaktose) zu spalten. Da der Milchzucker bei den Betroffenen aber nicht gespalten werden kann, bindet er Wasser im Darm und dies führt zu Durchfall. Außerdem vergären die Darmbakterien den nicht gespaltenen Milchzucker, was zu größeren Mengen von Gasen und organischer Säure im Darm führt. Unangenehme Blähungen sind die Folge.

Symptome

Die am häufigsten auftretenden Symptome einer Laktoseintoleranz sind starke Blähungen, Durchfall, starke Darmbewegungen, Bauchdrücken und Bauchkrämpfe. Vereinzelt kann es auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. In seltenen Einzelfällen können Symptome auch Müdigkeit, Nervosität oder Schlaf- und Konzentrationsstörungen sein. Dauern die Symptome an, das heißt, sie werden chronisch, kann dies zu Störungen bei der Nährstoffaufnahme im Darm und zu Darmschädigungen führen.

Therapie / Behandlung

Eine Laktoseintoleranz ist grundsätzlich nicht heilbar. Nachdem die Ursache bekannt ist, können aber die Auswirkungen reduziert werden. Dazu muss als erstes erkannt werden, ob bei Deinem Kind tatsächliche eine Laktoseintoleranz vorliegt. Um diese Vermutung zu bestätigen, sollte über einen gewissen Zeitraum vollständig auf Milchprodukte verzichtet werden. Treten in dieser Zeit die Symptome nicht mehr auf, liegt eine Laktoseintoleranz vor. Grundsätzlich solltest Du aber bei Verdacht auf Laktoseintoleranz mit Deinem Kind ein Arzt aufsuchen. Der Mediziner wird mittels Tests eine fundierte Diagnose erstellen.

Liegt eine nachgewiesene Laktoseintoleranz vor, können die Auswirkungen bzw. Symptome durch eine entsprechend umgestellte Ernährung reduziert werden. Dazu ist es ratsam, einen Ernährungsberater hinzuzuziehen, um eine ausgewogene Kost sicherzustellen und Mängel zu vermeiden. Inzwischen gibt es ausreichend Ersatzstoffe sowie laktosereduzierte und laktosefreie Lebensmittel, um Deinem Kind alle für ein gesundes Wachstum notwendigen Vitamine, Mineral-, und Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.


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