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Kostüme selbst machen: Vogelscheuche

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Vogelscheuche

Früher sah man Vogelscheuchen in vielen Gärten und Feldern. Schon damals waren Kinder überzeugt, dass diese Lumpenpuppen die Vögel davon abhalten sollte, sich an der Ernte zu vergreifen, etwas mystisches an sich haben. Das erklärt auch, warum in vielen Kindergeschichten der Vogelscheuche eine besondere Rolle zukommt. Auch wenn man heute kaum noch 'echte' Vogelscheuchen sehen kann oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Seltenheit, sind sie für Kinder so etwas wie eine Märchenfigur. Als Vogelscheuche kostümiert zum Fasching zu gehen, ist daher für viele Kinder ebenso reizvoll wie eine Verkleidung als Superheld.

Für das Kostüm braucht man zwar einige Accessoires, diese sind allerdings meist einfach zu erhalten oder bereits im Haushalt vorhanden. Als Kleidung eignen sich eine alte, verwaschene Jeans-Latzhose und ein kariertes Flanellhemd aus Papas oder Opas Kleiderkasten. Genauso gut kann man jedoch aus zwei Jutesäcken ein Hemd und eine Hose fertigen. Man schneidet dazu aus einem Sack Hals und Armausschnitte aus, während der andere längs ein gutes Stück eingeschnitten wird und grob zu zwei Hosenbeinen vernäht wird. Nun braucht man nur noch die Bodennaht auftrennen, um hinein schlüpfen zu können. Die 'Hose' wird mit einem dünnen Strick zusammen gehalten. Dazu sticht man rund um den 'Hosenbund' einige Löcher in das Gewebe und fädelt den Strick hindurch. Wählt man hingegen die Latzhose mit dem Hemd, kann man entweder grob ein paar Flicken aufnähen oder beide Kleidungsstücke etwas ausfransen, um ihnen ein zerlumptes Aussehen zu geben.

Eine dünne, alte Mütze wird nun zur Perücke. Dazu werden Wollfäden oder Bast, den es im Bastelladen gibt, mit einer groben Nadel an die Mütze genäht. Besonders einfach geht dies, wenn man zuvor aus den Fäden kleine Büschel fertigt, die dann mit einem Faden mehrfach umschlungen und an die Mütze gekettelt werden. Je mehr 'Haarbüschel' man so anbringt, desto echter sieht die Vogelscheuchen-Perücke aus. Ein alter Strohhut liegt oft noch bei irgendeinem Familienmitglied im Keller, das perfekte Accessoire einer Vogelscheuche! Ein wenig Stroh findet man ebenfalls oft im Verwandten- oder Bekanntenkreis bei Besitzern von Nagetieren. Ein oder zwei kleine Büschel genügen schon, um das Kostüm zu perfektionieren. Nimmt man ein paar Halme und fädelt sie grob durch Löcher in der Kleidung oder lässt sie vorwitzig aus Ärmeln oder Hosenbeinen schauen, wirkt es als befindet sich tatsächlich Stroh unter der Kleidung.

Das Gesicht der kleinen Vogelscheuche kann dann wieder mit viel Phantasie geschminkt werden. Entweder orange wie ein Kürbis zu Halloween oder aber eher in beige wie ein Stoff überspannter Kopf. Das ist ganz dem Geschmack des Kindes überlassen. Niedlich wirkt auch, wenn man zum Schluss noch einen kleinen, künstlichen Vogel auf Schulter oder Hut anbringt. Weniger geeignet ist eine Maske, da das Kind auf der Faschingsfeier sicher etwas essen oder trinken möchte. Außerdem könnte die kleine Vogelscheuche unter der Maske zu sehr schwitzen, was die gute Laune schnell verschwinden lässt.

[SyKo]




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