Neben der Hormonumstellung können die Kopfschmerzen auch andere Ursachen haben. Zum Beispiel Stress, Wetterwechsel, zu wenig Sauerstoff, Müdigkeit, falsche Körperhaltung oder Überanstrengung und Erschöpfung. Frauen, die an Migräne leiden, sind während der Schwangerschaft oft von den Beschwerden befreit – hauptsächlich, wenn die Beschwerden bisher mit der Monatsblutung einher gingen.
Bei Kopfschmerzen ist es
sinnvoll, die Ursachen zu bekämpfen statt die Symptome. Das heißt,
dass Medikamente während der Schwangerschaft tabu sein sollten.
Besser ist es, herauszufinden, was die Kopfschmerzen auslöst und
dagegen vorzugehen.
Oft helfen schon Spaziergänge an der frischen Luft, um den Sauerstoffgehalt im Blut aufzufüllen. Alltagsstress kann die werdende Mami vielleicht mit leichten Yoga- oder Gymnastikübungen abbauen. Auch Schwimmen sorgt für Entspannung. Wer einen Hometrainer hat, kann leicht in die Pedale treten, das fördert den Blutfluss und stärkt den Kreislauf. Warmer Tee auf dem gemütlichen Sofa kann genauso effektiv sein wie ein kleines Schläfchen. So hört das Pochen im Kopf schnell wieder auf.
Genügend Flüssigkeit
ist ebenfalls sehr wichtig. Also Frage: Hast Du heute schon genug
getrunken? Mindestens zwei Liter sind während der Schwangerschaft
Pflicht. Der Körper braucht in dieser Zeit mehr Flüssigkeit, da er
mehr schwitzt und mehr Wasser einlagert. Die Blutmenge nimmt zu,
damit die Plazenta und die Gebärmutter mit genügend Sauerstoff
versorgt werden können. Ideale Getränke sind natriumarmes
Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees (Melisse und
Hibiskus), Milch, Buttermilch oder Fruchtmilch. So wird der Körper
ausreichend mit Magnesium, Kalzium und Eiweiß versorgt. Kaffee und
schwarzen Tee meiden. Eine warme Gemüsebrühe mit etwas frischer
Petersilie hat sich auch oft bewährt. Aber: Während der
Schwangerschaft keine Unmengen des grünen Krauts konsumieren – es
kann zu Fehlgeburten führen, wenn es in großen Mengen konsumiert
wird. Beim Bestreuen einer Suppe passiert aber nichts.
Führt ein niedriger Blutzuckerspiegel zu Kopfschmerzen, hilft es, weniger und öfter zu essen. So bekommt der Körper regelmäßig Zucker zugeführt. Müsliriegel, Traubenzucker oder ein Stück Schokolade in der Handtasche sind gute Nothelfer. Süßstoffe meiden – sie lösen bei vielen Menschen Kopfschmerzen aus.