Die geschichtliche Entwicklung des Kondom

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Kondom: Begleitet die uns schon lange
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Kondom: Begleitet die uns schon lange

In der heutigen Zeit gilt das Kondom als eines der zuverlässigsten Hilfsmittel, sich beim Sex nicht nur vor unerwünschter Schwangerschaft, sondern auch eventuellen Geschlechtskrankheiten zu schützen.

Aus verschiedenen Materialien, bei denen die geläufigsten Kautschuk, Latex, Polyurethan, Polyethylen und  Naturstoffe sind. Mit Auswahl unterschiedlicher Beschichtungen, bieten sie auch Menschen mit allergischen Reaktionen auf bestimmte Substanzen, die Möglichkeit, mit einem Kondom verhüten zu können. Klein, luftdicht verpackt, passt es in jede Tasche.

Weltweite Mindestnorm

Mittlerweile gibt es eine weltweite Mindestnorm, die das Kondom zu erfüllen hat. Allerdings hat sich die Kondomindustrie auch durch eine Auswahl an verschiedenen Größen, Formen und Ausführungen etabliert. Kaum ein anderes Verhütungsmittel bietet so zusätzlich auch eine Steigerungsmöglichkeit der sexuellen Stimulation, wobei es noch gegen Geschlechtskrankheiten wie Hepatitis C, HIV und Gonorrhoe schützen kann.

Allerdings ist der Sicherheitsindex, im Vergleich zu hormonellen Schwangerschaftsverhütungsmittel, etwas niedriger, bei etwa 98-99% was jedoch häufig auf Anwendungsfehler zurückzuführen ist.

Das Kondom ist Teil der menschlichen Geschichte

Insgesamt betrachtet, könnte man sagen, dass das klassische Kondom ein Teil der menschlichen Geschichte ist. Bereits vor 3000 Jahren wurden Kondome bei Antiken Völkern verwendet. Ob nun Mykener, Ägypter, Römer oder Griechen, alle hatten ihre eigenen Herstellungsarten von Kondomen. Verwendeten die Einen vorzugsweise Tierdärme, bevorzugten die Anderen getränkte Webstoffe. Mal war das Kondom weich und flexibel, dann wieder starr und unnachgiebig. Schutz vor ungewollter Schwangerschaft boten diese Kondome nur sehr bedingt und hygienisch müsste man sie wohl eher als bedenklich einstufen, denn meist wurde das Kondom nach Gebrauch nur kurz ausgewaschen und mehrfach verwendet.

Die Nutzung des Kondoms - eine Sünde?

Durch den Einfluss der christlichen Kirche, galt der Versuch einer Schwangerschaftsverhütung als Sünde. Geschlechtsverkehr hatte ausschließlich in der Ehe und zum Zwecke der Fortpflanzung stattzufinden. Trotzdem unter Umständen harte Strafen seitens der Kirche drohten, war die Benutzung von Kondomen nicht gänzlich zu unterbinden. Im Gegenteil, als im Laufe der Geschichte die Syphilis immer weiter verbreitet wurde, blühte die Kondomindustrie im Stillen regelrecht auf. Besonders reiche Bürger und Adlige ließen sich Luxusmodelle anfertigen, die nicht selten aus weichem Leder, verklebt mit Knochenleim  und ausgepolstert mit Samt waren. Es ist unschwer denkbar, dass diese Kondome weniger Schutz, als Vergnügungsfaktor boten.

Woher kommt die Bezeichnung "Kondom"?

Ob die Bezeichnung Kondom vom englischen Armeearzt, dem Earl of Condom, abstammt, der im 17. Jahrhundert Kondome für König Charles II aus Hammeldärmen herstellte, ist umstritten, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Begriff Kondom sich erst später etablierte. Die nach Dr. Condom hergestellten Kondome nannte man damals tatsächlich meist "englische Mäntelchen".

Durch Charles Goodyears Entwicklung eines Verfahrens zur Vulkanisierung von Kautschuk, aus dem nun das uns bekannte, elastische und wasserfeste Gummi hergestellt werden konnte, revolutionierte sich auch das Kondom neu. 1855 stellte die Firma Goodyear das erste Kondom aus Kautschuk der Öffentlichkeit vor. Zwar war dies noch mit einer Längsnaht verschweißt und bot sicher keinen angenehmen Tragekomfort, da es dickwandig und unelastisch war, jedoch bildete eben diese Kondom den Vorläufer der uns heute bekannten Kondome.

Das erste nahtlose Kondom

Julius Fromm, einem Gummifabrikanten, gelang es 1912 erstmals ein nahtloses Kondom herzustellen. Dazu tauchte er einen Glaskolben in die Gummilösung. Diese Methode wird ähnlich noch heute angewendet. 
Bereits ab den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, wurden die ersten Kondome aus Latex hergestellt. Im Laufe der Zeit experimentierten die Hersteller viel herum, um Qualität und Sicherheit zu verbessern. So kam schließlich auch das Reservoir an der Kondomspitze, das dem Auffangen des Spermas dient, erst später hinzu.

Interessant ist, dass im ersten Weltkrieg Soldaten der französischen, deutschen und britischen Armeen standardmäßig mit Kondomen versorgt wurde, während dies  bei der US-Amerikanischen Armee nicht der Fall war. Durch einen Vergleich der Häufigkeit auftretender Geschlechtskrankheiten, die bei den amerikanischen Soldaten deutlich höher war, stellte man schnell eine Verbindung her zwischen dem Kondom und seine Fähigkeit, bei einigen Geschlechtskrankheiten vor Ansteckung zu schützen.

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung des Kondoms, so hat es eine eigene Evolution im Erfindungsreichtum des Menschen durchlebt, um zu einem fast selbstverständlichen Verhütungsmittel gegen ungewollte Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten, in unserer Zeit, zu werden.

[SyKo]

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