Bei einer ausgelassenen, fröhlichen Silvesterparty ist das Essen meist nebensächlich. Natürlich möchte man zwischendurch den kleinen Appetit stillen, aber nur selten mag man sich länger an den Tisch setzen und gemeinsam die Mahlzeit einnehmen, während im Hintergrund Musik zum Tanz auffordert. Oft wählen Gastgeber von Silvesterpartys daher ein Buffet. Es bietet Abwechslung, etwas für jeden Geschmack und alle Gäste können dann essen, wenn sie gerade Hunger haben.
Praktisch und lecker, so soll es sein. Der vielleicht einzige, nicht so schöne Nebeneffekt des Buffets ist der Berg an Schmutzgeschirr, der am nächsten Morgen angetrocknet zur Waschung ansteht. Noch nicht ganz ausgeschlafen, fängt das Neue Jahr dann gleich mit den unangenehmen Alltagsaufgaben an. Denn meist geht es nicht um ein paar vereinzelte Teller, sondern ganze Geschirrladungen, da sich die Gäste bei jedem Gang zum Buffet einen neuen Teller nehmen.
Mit
einem simplen, aber pfiffigen Trick kannst Du abwechslungsreiche
Snacks zaubern, die lecker sind, das Auge mitessen lassen, jederzeit
den Appetit stillen und den Abwasch deutlich reduzieren: Das Zauberwort heißt Fingerfood.
Mit
grenzenloser Phantasie kann es jeder selbst zubereiten. Egal, ob mit
kurzen Zahnstochern, edlen Partypieksern oder Schaschlikspießen,
zusammen gesteckt wird, was gut schmeckt. Den Meisten ist dies ja bereits von den berühmten Käsehäppchen,
die bei fast keinem Buffet fehlen dürfen, bekannt. Aber nicht jeder hat
bisher ausprobiert, aus den verschiedensten kleinen Snacks neue
Kreationen zu schaffen.
Ob nun kleine Frikadellen oder
Cocktailwürste, Shrimps oder Hähnchenbrustwürfel, Gemüsesticks,
Obstspieße oder auch Kombinationen aus kräftigen und süßen Happen, erlaubt ist alles, was schmeckt. Selbst Bratenaufschnitt
gerollt und mit Frischkäse gefüllt, Melone im Parmaschinkenmantel
oder Sushi, lässt sich auf kleine Spieße spicken. Jeder
Gast nimmt sich die kleinen Häppchen nach Belieben, macht sich die
Finger nicht schmutzig und erst recht kein Geschirr. Zurück bleibt
nur ein kleiner Spieß, den Du, je nachdem was Du verwendest, kurz
heiß spülst oder ganz entsorgst.
Auch
die Art des Anrichtens kann sehr phantasievoll sein. Die schnelle
Variante ist, die kleinen Spieße auf Teller zu stellen oder zu legen.
Ein Nachteil ist, dass dies nicht besonders kreativ
aussieht und nicht viele Piekser auf einen Teller passen. Platzsparend
und vor allem sehr dekorativ kann man die Spieße jedoch auch wie
kleine Standarten in einen Untergrund festen stecken. Je nachdem, wie viele
Gäste Du zu bewirten hast und ob verschiedene Piekser nebeneinander oder getrennt stehen sollen, eignen sich Grapefruits,
Melonen und sogar Kürbisse als feste Basis. An einer Seite wird die Rundung gerade
abgeschnitten. Diese abgeschnittene Seite der Frucht dient nun als
Stellfläche, was ein Wegrollen verhindert. Auf die Mitte einer Platte gestellt, spickst Du nun die verschiedenen Spieße in die
Frucht.
Und
auch hier kannst Du wieder experimentieren, denn ob nun adrett in Reih
und Glied, Spiralmuster oder ringförmig angeordnet, entscheidet die
Kreativität des Küchenchefs. Auf diese Art lassen sich wahre
Kunstwerke mit wenigen Handgriffen zaubern, platzsparend arrangieren
und Deine Gäste werden begeistert sein.
Das Schöne ist, jede
Altersklasse wird gerne von diesen Snacks naschen. Manche Eltern,
die sonst vielleicht besorgt beobachten, wie wenig ihre Sprösslinge essen, werden erstaunte Augen machen, wenn die Kleinen herzhaft zugreifen.
[SyKo]