Kindspech: Der erste Stuhlgang des Babys

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Kindspech: Babys erste Darmentleerung
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Kindspech: Babys erste Darmentleerung

Was ist eigentlich Kindspech?

Beim Kindspech, auch Mekonium oder Darmpech genannt, handelt es sich um die allererste Darmentleerung des Babys nach der Geburt.

Klebrig in der Konsistenz, geruchlos und von schwärzlich-grüner Farbe handelt es sich aber nicht um gewöhnlichen Stuhlgang, da der Darm des Babys seine Tätigkeit erst nach der ersten richtigen Nahrungsaufnahme aufnimmt. Doch woraus besteht es dann?

Was das Baby im Mutterleib schluckt, muss wieder raus

Das Mekonium wird ab der 13. Schwangerschaftswoche gebildet und besteht aus Schleim, Gallenflüssigkeit, Darmzellen sowie Haaren und Hautzellen, die das Baby zusammen mit dem Fruchtwasser geschluckt hat.

Normalerweise wird das Kindspech innerhalb der ersten zwölf bis 24 Stunden ausgeschieden. Ist dem jedoch nicht so, kann es sein, dass das Kind an einem Darmverschluss, einer Erkrankung des Dickdarms oder an einer Transportstörung des Darms leidet.

Mekonium verrät Nikotinkonsum der Mutter

Hat die Mutter während der Schwangerschaft geraucht oder sogar Drogen konsumiert, lässt sich dies anhand des Mekoniums ablesen. Hierbei gilt, je größer der Nikotinkonsum oder die Belastung mit Zigarettenqualm, desto höher der Cotinin-Wert.

Was ist das MAS?

Vom sogenannten Mekoniumaspirations-Syndrom, auch MAS genannt, spricht man, wenn das Kindspech noch vor oder während der Entbindung ausgeschieden wird, sich mit dem Fruchtwasser vermischt und in die Lunge des Babys gelangt. Dies kann Atemprobleme zur Folge haben. Insgesamt sind zwischen fünf und zwölf Prozent der Babys von MAS betroffen.

MAS durch Alkohol in der Schwangerschaft

Oft steht MAS in Verbindung mit bestimmten Vorkommnissen, wie beispielsweise einer langen und schwierigen Geburt, Nikotin-, Alkohol- oder Drogenkonsum während der Schwangerschaft, Diabetes oder Bluthochdruck.

Der behandelnde Arzt diagnostiziert MAS wenn das Baby nach der Entbindung kaum Muskelaktivität, keine oder unnatürliche Atmung aufweist, bläulich verfärbt und mit Mekonium verschmiert ist. Hier bestehen dann die ersten Maßnahmen darin, den Mund und Rachen zu reinigen und die Atmung zu kontrollieren beziehungsweise das Baby mit einem Beatmungsschlauch zu beatmen.

Weitere Informationen zu diesem Thema kannst Du in unserem Magazinbeitrag zum Kindspech nachlesen.

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