Kindspech (Mekonium)

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Kindspech ist kein Stuhlgang
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Kindspech ist kein Stuhlgang

Kindspech oder auch Mekonium (griechisch für Mohnsaft) bezeichnet die erste Darmentleerung des Neugeborenen.

Der Name kommt von der schwärzlichen Farbe und der klebrigen Konsistenz. Von Stuhlgang kann man aber noch nicht sprechen, da der Darm des Neugeborenen erst noch in Schwung kommen und seine Tätigkeit aufnehmen muss. Das passiert meistens nach der ersten Nahrungsaufnahme, also dem ersten Stillen. Doch was ist Kindspech, wenn kein Stuhlgang?

Was ist Kindspech?

Die schwarz-grüne geruchlose Masse sammelt sich während der Schwangerschaft im Darm des Fötus an. Sie wird ab der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) gebildet und setzt sich aus Schleim, Darmzellen und Gallenflüssigkeit zusammen. Außerdem lassen sich in ihr auch Haare und Hautzellen finden, die der Fötus mit dem Fruchtwasser geschluckt hat. Kindspech wird und muss innerhalb der ersten ein bis zwei Tage nach der Geburt ausgeschieden werden. Das verhindert oder verringert Gelbsucht beim Baby. Stillen beschleunigt die Ausscheidung, da die Nahrungsaufnahme die Darmtätigkeit anregt. Wurde das Kindspech auch zwei Tage nach der Geburt noch nicht ausgeschieden, kann das ein Hinweis auf Darmverschluss, Morbus Hirschsprung (Erkrankung des Dickdarms) oder eine Passagestörung sein. Der Kinderarzt muss dann die Ursache herausfinden.

Spurensuche Kindspech

Zudem lässt sich vom Kindspech auf die Rauchbelastung des Zigarettenkonsums der Mutter während der Schwangerschaft schließen. Auch Spuren von Drogen und anderen Schadstoffen, die in den letzten beiden Schwangerschaftsdritteln in den Körper der werdenden Mutter gelangt sind, lassen sich so feststellen. Das Team um Joe Braun von der University of North Carolina in Chapel Hill (USA) untersuchte, inwieweit Kindspech Schlüsse auf das Rauchverhalten der Mutter während der Schwangerschaft zulässt. Dafür wurden 337 Mütter und das Kindspech ihrer Neugeborenen untersucht. Das Ergebnis: Je mehr die Mutter geraucht hat oder Rauch ausgesetzt war, desto höher war der Cotinin-Wert (Abbauprodukt von Nikotin) im Kindspech. Die Stärke der Rauchbelastung lässt sich also im Kindspech feststellen. (Quelle der Studie: Frauenärzte im Netz)

Wenn Kindspech zu früh ausgeschieden wird

Schwierig wird es, wenn das Mekonium vor oder während der Geburt ausgeschieden wird und sich mit dem Fruchtwasser vermischt. Dann besteht das Risiko des Mekoniumaspirations-Syndroms (MAS). Dabei gelangt das grünlich gefärbte Wasser in die Lunge des Ungeborenen. Atemprobleme sind die Folge. Bei Babys, die länger als 40 Wochen im Bauch der Mutter sind, findet sich ebenfalls oft Kindspech im Fruchtwasser. Manchmal kommen Babys mit Kindspech beschmiert auf die Welt. Das passiert, wenn das Kind aufgrund der Presswehen zeitweise mit weniger Sauerstoff versorgt wird, was zur Entleerung des Darms führt. Steckt das Baby während der Entleerung mit dem Kopf schon im Geburtskanal, kommt es mit der Ausscheidung gar nicht mehr in Berührung und die Gefahr des Einatmens ist gebannt. Regelmäßige Untersuchungen sind Pflicht, damit Kindspech im Fruchtwasser rechtzeitig erkannt wird. Generell ist mekoniumhaltiges Fruchtwasser nämlich ein krankhafter Befund.

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