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Kindslage: Methoden der äußeren Drehung



Medizintasche
Hilft alternative Medizin?
Liegt das Kind etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche nicht in Schädellage, spricht man von einer Lageanomalie. Das bedeutet, dass die Kindslage nicht der optimalen Position im Bauch entspricht, um das Baby zu gebären.

Während bei einer Beckenendlage (BEL) unter Erfüllung einiger Voraussetzungen eventuell noch die vaginale Entbindung möglich ist, kann ein Baby in Querlage (QL) auf keinen Fall normal entbunden werden.



Ist also eine Geburt aufgrund der Kindslage unmöglich, versuchen Hebammen und Ärzte zumeist, das Kind zu einer Drehung zu bewegen. Die häufigsten Methoden werden nachfolgend kurz erläutert.

Moxibustion, auch kurz “moxen” genannt, ist eine Behandlungsform aus der traditionellen chinesischen Medizin. Ein Akupunkturpunkt am kleinen Zeh der Mutter wird durch Hitzeeinwirkung angeregt, um die Drehung des Kindes zu fördern. Dies geschieht in etwa einem halben Zentimeter Abstand zu der Zehe und es werden dabei keine Nadeln angewendet. Verströmt wird die benötigte Hitze von einer Moxazigarre, eine Art zigarrenförmig geformte Beifussfaserrolle. Dies wird zumeist von Hebammen ausgeführt, die sich mit der genauen Lage des Punktes und der Dauer der Therapie auskennen.

Akupunktur, ebenfalls aus der traditionell chinesischen Medizin bekannt, stellt eine Therapiemöglichkeit dar, bei der sehr feine Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers gesetzt werden. Die Nadeln werden nicht sehr tief gestochen und sind kaum zu spüren. Jedoch können sie, an den richtigen Punkten angebracht, helfen, die Drehung des Babys zu animieren. Auch bei dieser Methode sollten nur speziell geschulte Personen die Akupunktur ausführen.

Indische Brücke nennt man eine Körperhaltung, in der die Schwangere mit den Schultern flach am Boden liegt, während die Beine etwa vierzig Zentimeter höher gelagert werden und ein Hohlkreuz entsteht. Dabei muss das Becken durch Kissen gestützt werden. Diese Übung sollte nur nach vorheriger Absprache mit Hebamme oder Arzt durchgeführt werden, da sie nicht ganz risikofrei ist. Durch das Gewicht der Gebärmutter, die in dieser Position auf die untere Hohlvene drückt und so den Blutrückfluss zum Herzen vermindert, könnte der Kreislauf der Mutter leiden. Ihr könnte übel oder sogar schwarz vor Augen werden.

Äußere Wende, ist die Möglichkeit, durch gezielte Handgriffe am Bauch, das Kind zu drehen. Dabei wird das Baby in einer Art Purzelbaum rückwärts in die gewünscht Position geschoben. Bei einer Erfolgsaussicht von etwa fünfzig Prozent sollten nur absolut erfahrene Geburtshelfer in Krankenhaus diesen Eingriff wagen. Die Risiken bei dieser Methode sind recht hoch und reichen von einer möglichen Plazentaablösung bis hin zu einer Nabelschnurverwicklung. Beides kann unter Umständen lebensgefährlich für Mutter und Kind werden. Daher muss im Vorfeld bereits sicher gestellt sein, dass im Fall einer Komplikation, ein sofortiger Kaiserschnitt durchgeführt werden kann.


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