Unter dem Begriff Kindertagesstätten (KiTas) sind in Deutschland die Betreuungsformen Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort zusammengefasst, die für Kinder unterschiedlichen Alters Tagesbetreuung anbieten. Generell gibt es unzählige Formen von KiTas mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten, die von der Waldorfpädagogik über interkulturelle Erziehung bis zur Hochbegabtenförderung ein breites Spektrum bieten. Oft findet man auch mehrere Betreuungsangebote unter einem Dach, beispielsweise wenn KiTas eine Kinderkrippe und einen Kindergarten oder einen Kindergarten und einen Kinderhort anbieten.
Kindertagesstätten in
Deutschland werden von ihren jeweiligen Trägern unterhalten, die
damit für die allgemeine Betriebsführung,
Räumlichkeiten, finanzielle Mittel und Mitarbeiter verantwortlich sind. Außerdem
sind sie Ansprechpartner für organisatorische Belange und sie legen die
pädagogische Ausrichtung der Betreuungsstätte fest. Grundsätzlich
unterscheidet man zwischen öffentlichen (Behörden, Verbände und
Vereine) und freien Trägern, zu denen beispielsweise die Kirche oder
Wohlfahrtsverbände wie das Deutsche Kreuz oder die Caritas gehören.
Hinsichtlich der
Betreuungszeiten der KiTas unterscheidet man folgende Formen:
Teilzeitbetreuung,
entweder vor- und/oder nachmittags.
Verlängertes
Vormittagsangebot, wobei die Kinder von morgens bis nach dem
Mittagessen bleiben.
Ganztagsbetreuung
bis zum späten Nachmittag.
Erweiterte
Ganztagsbetreuung, die sich nach dem Bedarf der Eltern richtet
und bei der die Kinder auch bis in den späten Abend und am
Wochenende betreut werden. Eine Übernachtbetreuung ist in dieser
Form ebenfalls möglich.
Da die Betreuungsangebote
generell begrenzt sind, sollten interessierte Eltern sich bereits
früh über die Betreuungseinrichtungen informieren und
lange Wartezeiten bis zu einem Jahr und mehr einkalkulieren.
Erfahrene Eltern empfehlen daher gleich mehrere Anmeldungen bei
verschiedenen Institutionen abzugeben, um dem
Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Viele gehen sogar so
weit, ihr Kind noch vor oder kurz nach der Geburt bei der
Betreuungseinrichtung ihrer Wahl anzumelden.
Infos über
Kindertagesstätten finden Eltern problemlos im
Internet, wie beispielsweise über den Familienwegweiser des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Außerdem haben viele Städte und Gemeinden Webseiten mit
Verzeichnissen aller Einrichtungen, geordnet nach Stadtbezirken. Im
Zweifelsfall helfen aber auch das Jugendamt, die Kirche oder freie
Träger weiter. Eine gute Informationsquelle ist aber auch der Freundes- und
Bekanntenkreis.
Eine allgemein gültige
Auslegung über die Anforderungen der pädagogischen Arbeit in KiTas
gibt es nicht, vielmehr richtet sich diese nach den jeweiligen
Bildungsprogrammen der Länder. Nichtsdestotrotz wächst der
Bildungsanspruch an die Betreuungseinrichtungen stetig, da Eltern zahlreiche
Erziehungsaufgaben, die früher zu Hause erfolgt sind, mittlerweile
in die Hände der Erzieher legen. Kindergärten, die etwa Englisch- oder Französischunterricht anbieten, sind diesbezüglich nur ein Beispiel der großen Bandbreite
an Bildungs- und Fördermaßnahmen für Kinder.