Medikamente: Vergiftungsgefahr für Kinder
"Die meisten Unfälle passieren im Haushalt", besagt bereits ein altes Sprichwort. Dies bestätigt auch die sogenannte KIGGS-Studie, eine bundesweite Untersuchung zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die in den Jahren 2003 bis 2006 vom Robert-Koch-Institut durchgeführt wurde. Laut Befragung verunglücken besonders Kleinkinder in 60 Prozent der Fälle in der näheren Wohnumgebung, also in Haus, Hof und Garten. Wesentlich seltener kommen Unfälle bei Sport- oder Freizeitaktivitäten, im Straßenverkehr oder in Betreuungseinrichtungen vor.
Dies ist vor allem eine Botschaft an die Eltern, da viele Verletzungen durch verstärkte Sicherheitsvorkehrungen in den privaten Haushalten vermieden werden könnten. Die folgenden Tipps können Dir helfen, Dein Zuhause für Kinder zu einer sicheren Umgebung zu machen:
- In Haushalten mit
Kindern grundsätzlich alle Steckdosen mit einer Kindersicherung
versehen (auch Steckdosen von permanent angeschlossene Geräten wie
Fernsehern oder Kühlschränken)
- Elektrische Geräte
wie den Föhn oder Küchenmaschinen nie in der Nähe von Wasser
aufbewahren und nach Gebrauch möglichst kindersicher wegpacken
- Elektrische Leitungen
und Geräte regelmäßig auf Defekte überprüfen
Medikamente in einem abschließbaren
Medikamentenschrank aufbewahren.
Putzmittel,
Pflanzenschutzmittel und Produkte für Hobby, Keller und Garage
(Lacke, Chemikalien, Klebstoffe, etc.) in verschließbaren Schränken
und Zimmern aufbewahren
Niemals Haushaltsmittel, Chemikalien oder
ähnliches in Lebensmittelgefäße (z.B. Flaschen) umfüllen. Wenn
Kinder versehentlich daraus trinken, drohen schwere Verätzungen und
Vergiftungen
Möbel mit Umkippsperren gegen Umfallen
sichern, da Kinder sich beim Laufenlernen an ihnen hochziehen
Babys wegen der
Sturzgefahr niemals unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch, dem Sofa
oder dem Sessel liegen lassen. Auch nicht kurz, um das Telefon
abzuheben oder ähnliches. Bereits bei Säuglingen kommen Sturzverletzungen
sehr häufig vor.
Kochtöpfe,
Pfannen, Kaffeemaschinen oder Wasserkocher dürfen sich nicht am
Griff oder am Kabel vom Herd oder der Anrichte herunterziehen
lassen, da Kinder sich hierbei schwer verbrühen können
In diesem Artikel:
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Tipps gegen Unfälle im Haushalt Teil 1
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Tipps gegen Unfälle im Haushalt Teil 2
» Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb