Mumps

mumps

Mumps (oft auch als "Ziegenpeter" bezeichnet) ist eine virale Krankheit. Ihre Inkubationszeit beträgt 17-21 Tage und sie dauert in der Regel 5-7 Tage.

Mumps kann zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse führen, Hirnhaut-, oder eine Hodenentzündung als Folgekrankheit nach sich ziehen.

Übertragung

Mumps wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, typischerweise beim Husten, Nießen oder Sprechen. In seltenen Fällen kann auch Speichel auf einem Gegenstand zu einer Übertragung des Virus führen.

Ansteckung und Inkubationszeit

Zwischen einer Infizierung mit dem Virus und dem Ausbruch des Ziegenpeters vergehen im Schnitt 16 bis 18 Tage. Vorsicht ist 7 Tage vor und 9 Tag nach Beginn der Drüsenschwellung geboten. In dieser Zeit ist Mumps ansteckend.

Hatte man die Krankheit einmal, ist man in der Regel für immer immun. In seltenen Fällen - z.B. bei einem besonders schwachen Immunsystem - kann es vorkommen, dass man ein weiteres mal an Mumps erkrankt.

Woran erkenne ich Mumps?

Zunächst bekommt man Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen. Es kommt zu einer Schwellung der Ohrspeicheldrüse, auf einer oder auch auf beiden Seiten. Meist fängt es links an. Sofern die Ohrspeicheldrüsen auf beiden Seiten betroffen sind, fallen einem die dafür typischen "Hamsterbacken" auf. Oftmals stehen die Ohrläppchen wegen der darunter liegende Schwellung auffällig stark ab, die Haut ist gespannt. Sind weitere Speicheldrüsen und Lymphknoten geschwollen ist die Kieferkante nicht mehr erkennbar.

Was kann man tun?

Grundsätzlich gibt es keine antivirale Therapie gegen Mumps. Ohren und Wangen sollten jedoch schön warm gehalten werden. Hilfreich sind warme Ölverbände, bzw. Kompressen um die Ohrspeicheldrüse herum. Mundpflege ist in der Zeit sehr wichtig. Fieber senkende Maßnahmen wie Zäpfchen (Paracetamol) sollten bei hohem Fieber durchgeführt werden. Bei Jungs kann es begleitend zu einer Hodenentzündung kommen. Hier ist in jedem Fall Bettruhe nötig, die Hoden müssen hochgelagert werden. Bei schweren Verläufen der Krankheit und Komplikationen wie etwa einer Hirnhautentzündung, einer ausgeprägten Hodenentzündung oder Bauchspeicheldrüsenentzündung sind unter Umständen Kortisonpräparate zu empfehlen; die Behandlung erfolgt in diesem Fall normalerweise im Krankenhaus.

Impfung gegen Mumps

Gegen Mumps gibt es eine Kombi-Impfung (Mumps – Masern – Röteln), auch als MMR-Impfung bekannt. Die erste dieser Kombi-Impfungen erfolgt in der Regel zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, die zweite zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat. Die Kosten für die Mumps-Impfung werden von der Krankenkasse übernommen. Mehr dazu findest Du in unserem Artikel mit dem Thema Impfung gegen Röteln.

Mumps trotz Impfung?

Vereinzelt passiert es, dass bereits geimpfte Personen trotzdem an Mumps erkranken. Mögliche Ursachen sind ein falsch gelagerter Impfstoff oder eine Immunschwäche der betroffenen Person. Ganz auszuschließen ist es also nicht, trotz Impfung an Mumps zu erkranken, jedoch verringert eine Impfung das Risiko erheblich sich anzustecken.

Meldepflicht

In Deutschland besteht eine Meldepflicht für Mumps, d.h. es muss dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden, wenn ein Krankheitsverdacht, eine tatsächliche Erkrankung oder gar der Tod an Mumps, unter Angabe des Namens des Betroffenen, gemeldet werden. Die Meldung erfolgt in der Regel durch den behandelnden Arzt.

Mumps bei Erwachsenen

Mumps zählt zu den "milderen" Kinderkrankheiten; infizieren sich jedoch Erwachsene mit dem Virus, kann es mitunter ziemlich gefährlich werden. Während die Erkrankung bei Kindern in der Regel harmlos verläuft kann es bei Erwachsenen Männern beispielsweise eine Hodeninfektion verursachen, sodass dieser zeugungsunfähig werden kann. Bei fast 30 Prozent der betroffenen Männer über 15 Jahren entwickelt sich eine solche Hodenentzündung, die unbedingt frühzeitig behandelt werden sollte. Auch andere Organe können durch das Virus befallen werden, so etwa das Gehirn oder die Bauchspeicheldrüse, seltener kommt es vor dass die Eierstöcke der Frau oder Gelenke und Schilddrüse betroffen sind.

Mumps in der Schwangerschaft

Es ist nicht bekannt, dass eine Mumpsinfektion während der Schwangerschaft mit einer erhöhten Rate an Fehlbildungen oder einer erhöhten Fehlgeburtsrate in Verbindung gebracht wird. Das ungeborene Baby ist dadurch nicht gefährdet.

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