Kinder mit Neurodermitis – 5 do's und dont's!

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Neurodermitis beim Kind kann schmerzen.
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Neurodermitis beim Kind kann schmerzen.

Neurodermitis bei Kindern, ist sowohl für die Kleinen, als auch die Familie belastend. Wir möchten Euch in diesem Artikel die wichtigsten do´s und dont´s bei Neurodermitis vermitteln.

Während das Kind selbst unter den juckenden und manchmal sogar schmerzhaften Ausschlägen leidet, steht die Familie vor der verantwortungsvollen Aufgabe, möglichst Ursachen und Begünstigungen, als Auslöser oder Unterstützer der Neurodermitis, streng zu vermeiden. Oft basiert die Neurodermitis auf Allergien. Andere Kinder sind erblich vorbelastet. Auch im letzteren Fall können bestimmte Einflüsse die Ausschläge verstärken und es gilt in jedem Fall möglichst genau die Ursachen zu kennen, um ihnen entgegen wirken zu können.

Vorbeugung einer Neurodermitis

do:
Gerade bei erblicher Vorbelastung innerhalb der Familie, können Eltern bereits von Geburt an einige Maßnahmen treffen, die einer Neurodermitis ihres Kindes vorbeugen.

Stillen ist dabei eine Möglichkeit, das Immunsystem des Babys zu stärken. Mindestens für die ersten vier Lebensmonate, sollte das Baby ausschließlich und voll gestillt werden. Empfehlenswert sind sechs Monate, bei denen nach dem vierten Lebensmonat mit zusätzlicher Beikost begonnen werden kann.

Ist Stillen nicht möglich, ist es ratsam, das Baby mit einer HA-Nahrung zu versorgen. HA bedeutet, dass es sich um eine hypoallergene Nahrung handelt und damit besonders für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko geeignet ist. Darüber hinaus, ist es für das Kind vorteilhaft, wenn auf Lebensmittel verzichtet wird, die allgemein als Allergien begünstigend zählen.

don't:
Zu den Lebensmitteln, die bereits beim Baby allergische Reaktionen und damit ebenso eine Neurodermitis hervorrufen können, zählt Kuhmilch.

Auch Hühnereiweiß, Getreidearten, Fisch und Nüsse, sind häufig Allergieauslöser. Daher ist anzuraten, diese Nahrungsmittel nur dann und anfangs in kleinen Mengen zu geben, wenn ärztlich keine Bedenken bestehen.

Ein völliger und dauerhafter Verzicht auf Nahrungsmittel, die ein höheres Allergierisiko mit sich bringen, ist nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein begründeter Verdacht auf eine Allergie besteht. Der rein prophylaktische Verzicht, kann sogar zum Auslöser einer späteren Allergie werden.

Diagnose einer Neurodermitis

do:
An erster Stelle steht die Diagnose! Nicht jeder Ausschlag ist eine Neurodermitis und grundsätzlich ist anzuraten, zuerst einmal herauszufinden, ob tatsächlich eine Neurodermitis vorliegt. Die Diagnose sollte unbedingt von einem Arzt gestellt werden, der, gemeinsam mit den Eltern, auch nach möglichen Ursachen, wie Allergien, Überempfindlichkeiten oder erblichen Vorbelastungen forschen wird.

don't:
Auch wenn innerhalb der Familie erfahrene Mitglieder sind, sollte sich niemals auf ihre Eigendiagnose verlassen werden. Symptome können sich voneinander unterscheiden und damit das Erkennen der tatsächlichen Neurodermitis verhindern.

Richtige Körperpflege

do:
Bäder sollten möglichst kurz gehalten sein und mit rückfettenden Zusätzen versehen werden. Sanftes abtupfen nach dem Bad, reizt die Haut weniger und eine Parfüm und Konservierungsstoff freie Lotion, mit rückfettender Wirkung, unterstützt den Erhalt der natürlichen Schutzschicht auf der Haut. Dabei eignen sich vor allem Pflegeprodukte aus natürlichen Inhaltsstoffen, sofern in diesen keine Zusammensetzungen aus Inhaltsstoffen vorhanden sind, die bereits als Allergieauslöser beim Kind bekannt sind.

don't:
Die Haut eines Kindes mit Neurodermitis, sollte nicht unnötigen Zusatzreizungen ausgesetzt werden. Das beginnt bereits bei der Körperpflege. Häufiges Baden begünstigt das Austrocknen der Haut, die dadurch noch anfälliger wird. Als Zusätze im Badewasser, aber auch bei Seifen für kleine Waschvorgänge, ist ein Verzicht auf parfümierte Zusatzstoffe, Konservierungsmittel, synthetische Wachse, wie Paraffin und Farbstoffe, ein oberstes Gebot. Ein Verzicht auf rückfettende und möglichst natürliche Pflegestoffe, setzt die Haut unter die Belastung, einen Mangel an Fett verstärkt selbst zu produzieren. Ungeeignet als Fett spendende Pflege, sind auch Produkte aus Wollwachs, da dieses als häufiger Allergieauslöser bekannt ist, auch wenn es sich dabei um ein natürliches Wachs aus der Unterwolle von Schafen handelt.

Richtige Kleidung

do:
Natürliche Fasern aus Baumwolle, sind in der Regel weich und unterstützen die Haut im Atmungsaustausch. Zudem können Kleidungsstücke aus Baumwolle auch bei höheren Temperaturen gewaschen werden, was in vielen Fällen die Reinigungswirkung verstärkt. Wichtig ist die Verwendung eines milden Waschmittels und möglichst der Verzicht auf parfümierte Zugaben in Waschmitteln und Weichspüler. Neue Kleidung sollte grundsätzlich mehrfach gewaschen werden, bevor sie zum ersten Mal getragen wird, um eventueller chemische Vorbehandlungen aus dem Gewebe zu waschen.

don't:
Überwiegend synthetische Fasern verhindern meist, dass die Haut atmen kann und erhöhen die Schweißbildung. Beim Trocknen der Wäsche, im Wäschetrockner, ist von Zusatzmitteln, wie speziellen Tüchern mit Duftstoffen zu verzichten. Gerade Waschmittel und Weichspüler, stellen für viele Menschen ein zusätzliches Allergierisiko dar. Daher sollte Waschmittel möglichst sparsam dosiert und auf Weichspüler gänzlich verzichtet werden.

Neurodermitis im Alltag

do:
Viel Bewegung an der frischen Luft, fördert die Stärkung des Immunsystems. Dabei eignet sich die ländliche und umwelttechnisch weniger belastete Umgebung wesentlich mehr, als ein Innenstadtbereich. Auch wenn ein Leben mit Neurodermitis in vielen Bereichen des Alltagsleben Verzicht und Einschränkung bedeutet, sollte die Fröhlichkeit nicht zu kurz kommen. Lachen ist eine gute Unterstützung, das Immunsystem zu stärken, denn durch die Glücksbotenstoffe, wird dieses angeregt.

don't:
Kinder mit Neurodermitis, sollten nicht unnötig häufig mit starken und negativen Umwelteinflüssen belastet werden. Besonders Autoabgase sind ein Risiko, die Neurodermitis, aber auch Allergien allgemein und sogar Asthma zu fördern. Umgebungen, in denen geraucht wird, eignen sich ebenfalls nicht als Umfeld für ein Kind mit Neurodermitis. Auch ist psychischer Druck nicht förderlich, gegen die Neurodermitis zu arbeiten. Dazu gehören Kummer, Sorgen und Probleme, genauso wie Leistungsdruck und Erwartungshaltungen des Umfelds.

[SyKo]

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