Keuchhusten bei Kindern

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Keuchhusten bei Kindern
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Keuchhusten bei Kindern

Zu den klassischen Kinderkrankheiten gehört auch der Keuchhusten. Doch eine Infektion kann besonders bei Säuglingen schnell lebensbedrohlich werden und auch bei älteren Kindern oder Erwachsenen kann es zu ernsten Gesundheitsschäden führen. Ein ausreichender Schutz bietet jedoch eine Impfung.

Was ist Keuchhusten?

Wenn Keuchhusten nicht rechtzeitig behandelt wird, dann kann er sich über mehrere Wochen hinziehen. Die typischen Symptome sind krampfartige Hustenanfälle. Betroffene husten dabei sehr heftig und es scheint meist sogar so, dass sie dabei fast ersticken. Nach einer Hustenattacke atmen Erkrankte mit einem ziehenden und keuchenden Geräusch wieder ein. Oft tritt zum Husten auch Erbrechen auf. Insbesondere bei kleinen Kindern kann Keuchhusten schwerwiegende Folgen wie eine Mittelohr- oder Lungenentzündung nach sich ziehen und in manchen Fällen sogar eine Gehirnschädigung. Besonders betroffen sind dabei Säuglinge und Neugeborene. Aber nicht nur Kinder und Säuglinge können an Keuchhusten erkranken auch Erwachsene.

Die Therapie von Keuchhusten erfolgt mit einem speziellen Antibiotikum, das im Anfangsstadium die Erkrankung lindert und die Ansteckungsgefahr mindert. Auch wenn das Antibiotikum die Krankheitserreger abtötet, die Hustenanfälle dauern trotzdem noch eine Zeit an.

Ansteckungsgefahr von Keuchhusten

Noch bevor der typische Husten ausbricht, ist Keuchhusten sehr ansteckend. Wer noch nicht geimpft ist, und in Kontakt mit erkrankten Personen kommt, bei dem liegt das Risiko bei 70 bis zu 80 Prozent, dass er sich auch infiziert. Wer eine Keuchhustenerkrankung überstanden hat, der ist in der Regel etwa 10 Jahre lang immun gegen diese. Danach ist eine erneute Infektion aber wieder möglich.

Symptome

Generell verläuft der Keuchhusten bei Kindern in drei verschiedenen Stadien. Die typische Phase mit starken Hustenattacken setzt dabei in der mittleren Phase ein. Erwachsene und Säuglinge haben aber meist sehr untypische Beschwerden.
  • 1. Stadium - Stadium Catarrhale
    Die Anfangsphase dauert ungefähr ein bis zwei Wochen an. Das Kind zeigt dann die ersten erkältungstypischen Symptome wie Schnupfen und manchmal auch Fieber. Zusätzlich dazu fühlt es sich abgeschlagen und müde.
  • 2. Stadium - Convulsivum
    Die zweite Phase dauert etwa vier bis sechs Wochen an. In dieser Zeit ist das Fieber meist jedoch wieder verschwunden, dafür beginnen aber die meist nächtlichen Hustenanfälle. Dabei husten Erkrankte in heftigen sehr trockenen Stößen und drohen dabei meist fast zu ersticken. Das Gesicht läuft dabei meist rötlich bis blau an. Danach atmen sie pfeifend und keuchend weiter, daher auch die Bezeichnung Keuchhusten. Meist kommt es zu mehreren Hustenstößen. Nach einer Attacke husten Betroffen meist zähen Schleim aus und manchmal kommt es auch zum Erbrechen. Begleiterscheinungen sind meist Bauch- und Kopfschmerzen oder Muskelkater.
  • 3. Stadium - Decrementi
    In den letzten 2-4 Wochen werden die Hustenanfälle langsam schwächer. Wenn Keuchhusten jedoch unbehandelt bleibt, dann kann sich das 3te Stadium noch bis zu sechs Wochen hinziehen.

Vorbeugende Maßnahmen

Wie bereits erwähnt, kann nur eine Impfung, Keuchhusten verhindern. Sie gewährleistet aber keine lebenslange Immunität. Eine Grundimmunisierung sollte bereits ab dem 2. Lebensmonat beginnen. Diese Immunisierung besteht aus 4 Impfungen. Wichtig zu wissen ist auch, dass diese Impfung mit anderen Impfungen wie zum Beispiel Diphterie, Kinderlähmung oder Tetanus kombiniert werden kann. Die erste Auffrischung sollte in einem Alter von etwa fünf bis sechs Jahren stattfinden und zwar in Form einer Kombinationsimpfung. Zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr erfolgt dann eine weitere Auffrischung. Die letzte Impfung hält dann etwa zehn bis fünfzehn Jahre an.

Diagnose

Der Arzt kann eine Keuchhustenerkrankung recht schnell an den typischen Hustenanfällen erkennen. Erwachsene sollten jedoch bereits alarmiert sein, wenn sie nur einen Reizhusten haben, der nicht aufhört. Auch zu Beginn der Krankheit und bei einer Ersterkrankung kann ein Nachweis durch die Bakterienkulturen im Nasen-Rachen-Sekret nachgewiesen werden. Beachtet werden sollte hierbei jedoch, dass das nur bei jedem zweiten erfolgreich ist. Und im Blutserum sind die typischen Antikörper erst nach zwei oder sogar vier Wochen nach einer Ansteckung nachweisbar. Eine sichere und auch schnellere Diagnose ist mittlerweile durch die PCR (Polymerase-Kettenreaktion) möglich. So lassen sich die Krankheitserreger nachweisen, bevor es zur Bildung von Antikörpern kommt.

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