
Keuchhusten, auch Pertussis genannt, wird durch Bakterien verursacht und ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung der Atemwege, die sehr ansteckend ist. Früher führte Keuchhusten bei Babys und Kleinkindern oftmals zum Tode, doch durch die heutigen Impfungen tritt die Infektionskrankheit seltener auf. Keuchhusten äußert sich durch verstärkte Hustenanfälle, die von einem keuchenden Atem begleitet werden. Kinder unter sechs Monaten sind hierbei besonders gefährdet, wobei der Keuchhusten nur bei einem Prozent der Betroffenen tödlich verläuft. Pertussis zählt zu den Tröpfcheninfektionen und hat eine hohe Ansteckungsrate, die bei fast 100 Prozent liegt.
Ursachen
Das Bakterium „Bordetella pertussis“ (daher auch der Name "Pertussis“) verursacht den Keuchhusten und wird als Tröpfcheninfektion (beim Husten, Sprechen und Niesen) übertragen. Der Erreger enthält Gifte, welche das Abwehrsystem schwächen und umliegendes Gewebe, wie zum Beispiel die Schleimhäute, schädigen können.
Symptome
Nach dem Ausbruch der Krankheit leidet das Kind unter grippeähnlichen Symptomen, wie Husten, Schnupfen und erhöhter Temperatur, die allerdings durch gängige Mittel nicht abklingen. Man geht von einer Inkubationszeit von 7 bis 20 Tagen aus. Das erste Krankheits-Stadium hält ein bis zwei Wochen an, bis die Erkrankung in die nächste Etappe eintritt, die für Keuchhusten charakteristisch ist. Es treten krampfartige Hustenanfälle auf, die das Kind zur Atemnot bringen können. Dabei hustet es mit ausgestreckter Zunge, kann rot oder blau anlaufen und atmet mühsam und keuchend. Auch Würgereiz und Erbrechen können durch die Anstrengung auftauchen. Auf einen Hustenanfall folgt meist gleich der zweite, der mit schleimigem Auswurf begleitet ist. In der Nacht treten die meisten Hustenkrämpfe auf, wobei bis zu vierzig Attacken möglich sind, die durch Faktoren wie körperliche Anstrengungen gefördert werden. Dieses Stadion hält vier bis sechs Wochen an, bevor der Keuchhusten in die nächste Phase über geht, in der er allmählich abklingt. Nach sechs bis zehn Wochen ist der Keuchhusten überstanden, wenn keine Antibiotika zum Einsatz kommen.Die Ansteckungsgefahr beginnt ab dem Ausbruch der Erkrankung, zieht sich über die gesamte erste Phase und hält noch etwa drei Wochen nach Ausbruch der zweiten Phase an. War man einmal an Keuchhusten erkrankt, ist man im Anschluss zwischen vier bis zwanzig Jahren immun. Danach steigt das Risiko einer Erkrankung wieder drastisch an.
Therapie
Antibiotika werden meist zu spät verabreicht und verlieren dadurch an Wirkung. Die Krankheitsdauer und der Verlauf werden somit nur noch unwesentlich verkürzt und abgemildert, doch es kann verhindert werden, dass sich andere mit Keuchhusten anstecken. Besonders anfällig hierfür sind neben Babys und Kindern auch ältere Menschen.
Normalerweise kann das erkrankte Kind daheim behandelt werden, nur in besonders schweren Fällen sollte man es ins Krankenhaus bringen. Es muss damit gerechnet werden, dass bei besonders schlimmen Attacken mit starker Schleimbildung ein Notarzt gerufen werden muss, da das Kind durch die verstopften Atemwege keine Luft bekommt. Dieser saugt den störenden Schleim dann ab.
Vorsorge
Bereits ab dem dritten Lebensmonat kann das Baby geimpft werden. Die Impfung erfolgt drei Mal, im Abstand von vier Wochen. Wenn das Kind zwei Jahre alt ist, folgt eine vierte Impfung. Eine Auffrischung wird erstmals im Alter von fünf bis sechs Jahren empfohlen und nochmals zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr. Allgemein sagt man, dass die Impfung vier bis zwölf Jahre vor einer Ansteckung mit Keuchhusten schützt.
Die Keuchhusten-Impfung kann zusammen mit der Diphterie- und Tetanus-Impfung erfolgen und aufgrund der fortschreitenden Wissenschaft sind die Bestandteile heutzutage schon wesentlich besser verträglich. Es kann dennoch nach der Impfung zu Temperaturanstieg, Krämpfen oder Schmerzen an der Einstichstelle kommen.