Kawasaki Syndrom bei Kindern

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Kawasaki Syndrom bei Kindern
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Kawasaki Syndrom bei Kindern

Das Kawasaki Syndrom, mukokutanes Lymphknotensyndrom (MCLS), ist in Deutschland sehr selten und betrifft nur Kinder.

Etwa 80 % der erkrankten Kinder sind unter 5 Jahren, wobei etwa doppelt so viele Jungen wie Mädchen daran erkranken. Der Name Kawasaki Syndrom kommt vom japanischen Entdecker dieser Krankheit, der sie 1967 erstmals beschrieb.

Bei diesem Syndrom erkranken die Kinder an einer fieberhaften, akuten, systemischen Gefäßentzündung an den mittleren und kleinen Arterien oder in seltenen Fällen auch an den Organen. Dies kann zu problematischen Entzündungen am Herzen führen, und damit dies verhindert werden kann, ist eine Früherkennung oft lebenswichtig.

Krankheitsverlauf beim Kawasaki Syndrom

Dieses Syndrom imitiert häufig am Anfang die Kinderkrankheiten Masern und Scharlach und beginnt mit Fieber über 39 Grad, welches mindestens 5 Tage und bis zu 2 Wochen anhält. Auch ist ein nicht juckender Ausschlag an Bauch, Unterleib und auf der Brust bei ca. 80 % der Betroffenen festzustellen.

Nebenbei können auf diese Krankheit noch hindeuten,

  • trockene, dunkle und aufgesprungene Lippen mit Erdbeerzunge, bei etwa 90 % der erkrankten Kinder, was über 5 Tage anhält
  • gerötete Augen, die nicht schmerzhaft oder eitrig sind, bei etwa 85 % der Erkrankten über einen Zeitraum von 1 Woche
  • eine weiß belegte Zunge bei etwa 90 % der Kinder, hält ca. 5 Tage an
  • geschwollene Lymphknoten im Hals bei etwa 70 %, die nicht schmerzhaft, meist nur auf einer Seite im vorderen Halsdreieck auftritt
  • rote, geschwollene und schmerzhafte Hand- und Fußsohlen, die bei ca. 70 % der Kinder auftreten, nach ca. 10 Tagen beginnt eine Hautschuppung

Behandlung und Entstehung des MCLS

Zur eindeutigen Identifikation sind mehrere Tests vom Kinderarzt durchzuführen. Da sich nicht alle Symptome bei einem Kind zeigen, ist eine eindeutige Diagnose sehr schwer.

Im Allgemeinen wird gesagt, dass diese Krankheit innerhalb der ersten 10 Tage eindeutig festgestellt werden sollte, da ein Therapiebeginn vor dem 10. Tag erfolgen muss, um Folgeschäden wie

  • Herzinfarkt
  • Herzbeutel- oder Herzmuskelentzündung
  • Herzrhythmusstörungen
zu vermeiden.

Die entzündlichen Veränderungen der Herzkranzgefäße sind besonders gefährlich, da sie ausbeulen können, was bedeutet, dass sie ein Aneurysma bilden. Dies kann lebensbedrohlich sein.

Ist diese Krankheit diagnostiziert, muss es zu einer stationären Behandlung von ca. 2 Wochen im Krankenhaus kommen. Die akute Erkrankung beim Kawasaki Syndrom heilt in der Regel ohne Komplikationen aus, sollte jedoch langfristig kardiologisch im Auge behalten werden.

Ursprung der Krankheit?

Die Entstehung des Kawasaki Syndroms ist noch unbekannt, könnte aber auf eine Infektion, die durch eine erbliche Störung hervorgerufen wird, zurückzuführen sein. Da in Japan viel mehr Kinder unter 5 Jahren an dieser Krankheit erkranken, 185 von 100.000 (Deutschland 9 von 100.000), wurde im Jahre 2011 nach einer Studie dieses Erscheinungsbild mit den Luftströmungen vom Meer in Zusammenhang gebracht.

Wie kann man als Eltern Vorsorge treffen?

Sollte das Kleinkind an erhöhtem Fieber aus unerklärlichen Gründen erkranken, ist sofort ein Arzt hinzuzuziehen und gegebenenfalls eine Echokardiografie (EKG) neben den Laborbefunden gefordert werden. Bei dieser Kardiografie sind besonders die Herzkranzgefäße zu untersuchen. Ein Laborbefund kann die Krankheit nicht eindeutig widerlegen oder beweisen, jedoch die Verdachtsdiagnose wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher machen und somit andere Krankheiten ausschließen.

Als Spätfolge der Erkrankung am Kawasaki Syndrom kann eine Leistungsminderung beim Sport oder anderen körperlichen Belastungen verzeichnet werden.

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