Karenz in Österreich

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Karenz: Pause vom Erwerbsleben
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Karenz: Pause vom Erwerbsleben

In Österreich kannst Du Karenz beantragen, um mehr Zeit für Dein Kind zu haben. In dieser Zeit bist Du vom Dienst freigestellt, bekommst allerdings keinen Lohn mehr, sondern beziehst Kinderbetreuungsgeld.

Während der Karenz besteht ein besonderer Kündigungs- und Entlassungsschutz für Dich. Anspruch auf Karenz haben alle Arbeitnehmer, Heimarbeiter, Vertragsbedienstete des Bundes und Beamte, sofern sie im gleichen Haushalt mit dem Kind leben. Karenz kann entweder für den gesamten Zeitraum von einem Elternteil oder geteilt (nacheinander) von beiden Elternteilen beansprucht werden. Die Karenz beginnt nach dem Beschäftigungsverbot der Mutter (acht Wochenfrist nach der Geburt) und dauert höchstens zwei Jahre lang. Wie bereits gesagt, könnt Ihr die Karenzzeit als Eltern unter Euch aufteilen.

Die Karenz-Regelungen im Überblick

Die Mindestdauer für jeden Teil Karenz beträgt zwei Monate. Beim ersten Tausch der Karenz kannst Du einen Monat gleichzeitig nehmen, allerdings wird Euch dieser Monat dann von der Gesamtdauer abgezogen. So hast Du dann nur noch 23 Monate übrig. Jeder Elternteil kann nach Absprache mit dem Arbeitgeber 3 Karenzmonate aufschieben. Diese aufgeschobenen Monate muss man spätestens ein Jahr nach Schuleintritt des Kindes verbrauchen. Bei einer aufgeschobenen Karenz unterliegst Du nicht mehr dem besonderen Kündigungsschutz, allerdings kannst Du eine Kündigung als "Motivkündigung" vor Gericht anfechten.

Der Teil der Karenz, der direkt auf das Beschäftigungsverbot folgt, muss von der Mutter bis zum Ende des Verbots dem Arbeitgeber schriftlich bekannt gegeben werden. Beansprucht der Vater diesen ersten Teil der Karenz, so muss er ihn innerhalb von acht Wochen nach der Geburt des Kindes bekannt geben. Der zweite Teil der Karenz muss vom entsprechenden Elternteil dann drei Monate vor Beginn dem Arbeitgeber mitgeteilt werden. Auch die aufgeschobene Karenz muss drei Monate vor Beginn mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Sie erfordert eine Einigung zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber.

Du kannst während der Karenz einer geringfügigen Beschäftigung von maximal 495,98 Euro brutto im Monat (Stand Januar 2015) oder einer vorübergehenden Beschäftigung nachgehen. Letzteres darfst Du dann aber höchstens 13 Wochen jährlich tun.

Der Zuverdienst wird nur mehr aus jenen Kalendermonaten bemessen, in denen an allen Tagen Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde. Einkünfte aus Monatsteilen vor oder nach dem Bezug von Kinderbetreuungsgeld gelten rückwirkend ab 1.1.2010 nicht mehr als Zuverdienst.

[BS]

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