Bei der Homöopathie
handelt es sich um eine alternative Heilmethode, die aufgrund ihrer
feinstofflichen Wirkungsweise sanft und dennoch meist sehr effektiv
wirkt. Sie bedient sich dabei der Heilkraft der Natur, beispielsweise
der Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen, die meist wesentlich
schonender und mit weniger Nebenwirkungen auf den Körper einwirken als pharmazeutische Präparate. Prinzipiell sind homöopathische
Mittel bei sachgemäßer Anwendung in der Schwangerschaft daher gut geeignet und werden von Heilpraktikern und teilweise
auch von Schulmedizinern als Behandlungsalternative empfohlen.
Trotzdem
sollte man vorher entsprechende
ärztliche Informationen einholen, da
auch die Natur viele toxisch wirkende Substanzen produziert, von
denen einige in der Schwangerschaft trotz der
homöopathischen Verdünnung ungeeignet sein können. Vorsicht geboten
ist außerdem bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der
Inhaltsstoffe oder beim Auftreten allergischer Reaktionen nach der
Einnahme homöopathischer Mittel.
Bei Anwendung homöopathischer Mittel muss in der Schwangerschaft zwischen zwei
Einsatzgebieten
unterschieden werden:
- die
Behandlung von Symptomen, die typischerweise in der Schwangerschaft
auftreten und im Zusammenhang mit dieser gesehen und behandelt werden
müssen (wie. z.B. Übelkeit)
- die Behandlung von Erkrankungen, die unabhängig
von einer Schwangerschaft jeden betreffen können, bei Schwangeren
aber nicht mit herkömmlicher Medikation aus der Apotheke behandelt
werden sollten.
So ist eine
Schwangerschaft zunächst keine Krankheit, sondern ein natürlicher
physiologischer Vorgang. Durch die Hormonumstellung
und die vielen bevorstehenden Herausforderungen, mit denen sich die werdende Mutter plötzlich konfrontiert sieht, ist diese Phase jedoch oftmals
mit starken Gefühlen und Selbstzweifeln verbunden. Bei
Stimmungsschwankungen dieser Art werden häufig
Aurum, Cimicifuga oder Lachesis eingesetzt. Frauen, die sich bereits
vor der Schwangerschaft einer individuellen Konstitutionsbehandlung
bei einem Homöopathen unterzogen haben, sollen ihr persönliches
Konstitutionsmittel meist auch - nach Rücksprache - weiter
einnehmen, da es ihre Psyche stabilisieren kann.