Das Immunsystem von Kindern muss mit vielen Herausforderungen fertig werden. Vor allem Kleinkinder haben eine extrem hohe Infektionsrate, da ihr Immunsystem noch nicht richtig ausgereift ist. Erkältungen und Kinderkrankheiten trainieren die körpereigene Immunabwehr von Kindern und machen sie fit fürs weitere Leben.
Pharmazeutische Arzneimittel, die heute schon bei Kindern häufig zur Behandlung relativ harmloser Leiden eingesetzt werden, haben oftmals zahlreiche Nebenwirkungen und sorgen für eine zusätzliche Schwächung des Immunsystems. Immer mehr Eltern bevorzugen daher homöopathische Alternativen auf Pflanzenbasis zur Behandlung kindlicher Erkrankungen. Doch wie sinnvoll sind diese Mittel?
Apis: Insektenstiche, Sonnenbrand, Halsentzündung
Arnica: Unterstützt die Wundheilung bei kleineren Unfällen
Belladonna: Klassisches Fiebermittel, Erkältung mit Fieber, Sonnenstich
Chamomilla: Zahnungsbeschwerden, Bauchschmerzen und andere Schmerzzustände
Ferrum phosphoricum: Fieber- und Ohrenmittel, Husten, Halsschmerzen, Erkältung
Luffa: Schnupfen
Nux vomica: Übelkeit und Erbrechen durch verdorbenes Essen
Okoubaka: Erbrechen, Durchfall, Übelkeit
Homöopathische Tropfen enthalten zumeist Alkohol, daher sollten Kinder das jeweilige Mittel in Form von Globuli oder Tabletten einnehmen, die sie im Mund zergehen lassen können. Zu Beginn der Behandlung gibt man fünf Globuli dreimal innerhalb von 30 Minuten, danach stündlich bis zweistündlich und ab dem folgenden Tag dreimal täglich.
Da die Urtinktur vieler homöopathischer Mittel aus giftigen Stoffen hergestellt wird, sollten diese vor allem bei Kindern in nicht zu niedriger Potenzierung sondern mindestens in D6- oder D12-Potenz verabreicht werden. Von zu hohen Potenzen ist jedoch ebenfalls abzuraten. Bei allen Anzeichen einer allergischen Reaktion sollte man das Mittel unbedingt sofort absetzen und gegebenfalls einen Arzt aufsuchen.
[BS]
Homöopathie gewinnt als Alternative zur Schulmedizin einen immer höheren Stellenwert. Besonders für Schwangere sowie Babys und Kleinkinder, deren Körper so wenig wie möglich mit chemischen Substanzen belastet werden sollte, können homöopathische Mittel eine gute Lösung sein. In unserem eXtra verraten wir mehr über die Entstehung der homöopathischen Lehre, ihre Wirkungsweise und die Möglichkeiten ihrer Anwendung.