Hausmittel bei Fieber: Wadenwickel

Fortsetzung von Wadenwickel - Seite 1

Vor dem Anlegen des Wadenwickels sollte der Patient nochmal auf die Toilette gehen. Wenn das Kind wieder im Bett liegt, wird der Bettschutz unter seine Beine gelegt. Das Innentuch wird nass gemacht und nur so leicht ausgewrungen, dass es gerade nicht mehr tropft. Es ist wichtig, dass das Tuch noch nass genug ist, da ein zu stark ausgewrungenes Tuch keine Wärme entzieht, sondern Wärme erzeugt.

Dann werden entweder ein Bein oder beide Beine eng anliegend mit dem Innentuch vom Fuß- bis zum Kniegelenk umwickelt (nochmal nachfragen, ob die Wassertemperatur angenehm ist), darüber kommt das Zwischentuch und abschließend das Außentuch. Zwischen- und Außentuch sollten nicht zu dicht abdecken, damit Verdunstungskälte entstehen kann. Dann wird der Patient noch leicht zugedeckt. Man kann beide Beine gleichzeitig umwickeln oder abwechselnd, letzteres ist weniger kreislaufbelastend.

Nach ca. 5 Minuten sollte man die Temperatur und Feuchtigkeit des Innentuchs überprüfen, der Wickel muss abgenommen werden, wenn er erwärmt oder nicht mehr ausreichend feucht ist. Vor jeder neuen Anwendung muss das Innentuch gut ausgewaschen werden, da sich darin Stoffwechselabbauprodukte befinden.

Wenn die Beine abwechselnd umwickelt werden, legt man den Wickel nach einer zehnminütigen Pause am anderen Bein an und wiederholt diesen Durchgang insgesamt dreimal. Wenn beide Beine umwickelt werden, pausiert man auch hier zwischen den ebenfalls insgesamt drei Durchgängen bis zu 20 Minuten (je höher das Fieber, desto kürzer in der Regel die Pause). Nach drei Durchgängen sollte eine Wickelpause eingelegt werden.

Ungefähr eine halbe Stunde nach dem letzten Wickel wird die Temperatur des Kindes nochmal gemessen. Um Herz und Kreislauf nicht zu sehr zu belasten, sollte das Fieber langsam und um nicht mehr als 1 °C sinken. Falls das Fieber spätestens eine halbe Stunde nach richtig durchgeführten Wadenwickeln nicht sinkt, sollte man den Grund bzw. die Erkrankung, die dahinter steckt, durch einen Arzt abklären lassen. Denn die Anwendung eines Hausmittels kann natürlich keinen Arztbesuch ersetzen.

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