Ähnlich wie ADHS oder Autismus ist Hochbegabung bei Kindern in den letzten Jahren zu einem populären und kontrovers diskutierten Thema in der Medienöffentlichkeit geworden. Denn einerseits wird sicher niemand bezweifeln, dass es Menschen gibt, die begabter sind als andere.
Andererseits besteht gerade beim Thema Hochbegabung stets ein gewisses Risiko, dass Wunschvorstellungen ambitionierter Eltern mit den Gegebenheiten der Realität in Konflikt geraten. So wünscht sich sicher mancher, die ADHS-Diagnose seines Sprösslings möge ein Irrtum und der vermeintliche Zappelphilipp in Wahrheit ein unterfordertes Genie sein. Andere hielten ihr Kind sowieso schon immer für etwas ganz Besonderes. Die daraus resultierenden überhöhten Erwartungen können einem Kind jedoch ebenso schaden, wie einem tatsächlich hochbegabten Kind die beständige Unterforderung. Doch woher sollst Du nun eigentlich wissen, ob Dein Kind hochbegabt ist?
Im Grunde gibt es keine feste Merkmalspalette, die bei einem Kind untrüglich auf Hochbegabung deutet. Ein relativ sicheres Ergebnis können bestimmte standardisierte IQ-Tests wie der Hamburg-Wechsler-Intelligenz-Test (HAWIK) liefern. Doch selbst diese können in manchen Fällen unzuverlässig sein, zum Beispiel wenn das Kind zusätzlich an einer Lernstörung wie AD(H)S oder Legasthenie leidet und daher Probleme beim Lösen der Aufgaben hat.
Es gibt jedoch bestimmte Merkmale, die auf sehr viele hochbegabte Kinder zutreffen – allerdings nur, wenn diese entsprechend motiviert sind. Zu diesen Merkmalen zählen unter anderem:Kritische Beobachtungsgabe
Großes Detailwissen in bestimmten Bereichen
Wortschatz und verbale Eloquenz sind gemessen am Alter überdurchschnittlich stark ausgeprägt
Frühes Hinterfragen von Meinungen anderer und von Autoritäten
Beschäftigung mit altersunüblichen Themen wie Philosophie, Religion oder Naturwissenschaften
Perfektionistische Grundhaltung gegenüber den eigenen Leistungen
Hohe moralische Ansprüche an sich selbst und das Umfeld
Schnelle Langeweile bei Routineaufgaben
Kann sehr früh lesen und liest altersunübliche Bücher aus verschiedensten Themengebieten
Wenig Kontakte zu Gleichaltrigen, bevorzugt ältere Freunde
Völlig selbstvergessen, wenn es in eine spannende Aufgabe vertieft ist
Und zuletzt: Nicht jeder Hochbegabte ist zwangsläufig ein Schulversager. Auch auffallend gute Schulnoten können ein Indiz für Hochbegabung sein - selbst wenn die Jahrgangsbesten in einer Klasse in vielen Fällen einfach nur intelligent und fleißig, jedoch nicht hochbegabt sind.

Hallöchen an alle... mein Sohnemann wird im Oktober vier Jahre alt...seit seinem zweiten Lebensjahr beschäftigt er sich mit Buchstaben & Zahlen(alles hat er sich selbst erlernt & macht es auch von sich aus)...mit drei Jahren konnte er das Alphabet(Groß & Kleinbuchstaben) & alles mögliche an Zahlen...ich merke das er oft sehr unterfordert ist...er ist nicht kaputt zu kriegen,es sei denn er kann sich mit Buchstaben & Zahlen beschäftigen...Trickfilme oder ähnliches was für sein Alter ist schaut er ungern...lieber schaut er sich Doku's an,wo für Kinder viele alltägliche Sachen erklärt werden...hab es noch nicht durch checken lassen...hab aber für später die Befürchtung das er in der Schule Probleme haben wird,da ee ja für sein Alter doch schon sehr weit ist...mal schauen wie es mit ihm weitergeht...ich lass mich überraschen... liebe Grüße an alle,Manu

Mein Sohn hat im Alter von sieben Jahren (vor einem Jahr) ohne mein Wissen einen solchen Test bei einer Psychologin gemacht. Den Termin bekam wegen des Verdachts von ADHS. Das Ergebnis 125, nicht hochbegabt, teilbegabt haben sie ihn genannt. Letztes Jahr wurde er eingeschult und er begann sich im Unterricht unter dem Tisch weg zu schieben um sich hinten in die Ecke zu legen, zum Decke anstarren. Langeweile! Nun ist er in der zweiten Klasse und rechnet Aufgaben von Viertklässlern im Kopf. Lesen und Rechnen, seine liebsten Beschäftigungen. Und was hat er davon? Nicht! Es hat sich nichts verändert. Zig Untersuchungen und keine Veränderungen! 125 reicht nicht aus um ihn zu fördern:( Krankenkasse zahlt ja trotzdem! Für meinen Sohn ist es kein Segen!

Zum letzten Punkt der Aufzählung: Hochbegabte Kinder sind nur im Ausnahmefall Minderleister (\"Underachiever\"). Die allermeisten sind gut angepasst, sozial kompetent und lassen sich in der Schule nicht leicht langweilen, sondern suchen sich ihre Herausforderung. Daraus folgt auch, dass Eltern sich keine Sorgen machen sollten, solange sich ihr Kind gut entwickelt und glücklich ist. Solange man für neuen Stoff sorgt und Fragen beantwortet, bzw. sich gemeinsam mit dem Kind an die Recherche macht, besteht kein Handlungsbedarf.
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